Platz für die Jugend

Streetballfeld statt Funcourt: Stadt Miesbach prüft Antrag der Grünen

Funcourt in Miesbach
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Wird aus dem Funcourt ein Streetball-Platz? Was würde das für die Riviera-Planung bedeuten? Ein Antrag der Grünen sorgte für reichlich Diskussionen im Miesbacher Stadtrat.
  • vonFridolin Thanner
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Miesbach – Die Grünen wollen aus dem Funcourt neben dem Warmfreibad in Miesbach eine Streetball-Anlage machen. Die Meinungen im Stadtrat gehen auseinander.

Ideen sammeln, prüfen, planen. So möchte die Stadt ihre Riviera neu und attraktiv gestalten. Die Grünen haben in der jüngsten Sitzung des Stadtrats mit einer Idee, die sie auch geprüft haben wollen, für eine kontroverse Diskussion gesorgt. Sie beantragten zu prüfen, ob der Funcourt am Warmbad in einen Streeball-Platz mit offiziellen Maßen umgewandelt werden kann. Zudem soll die Fläche südlich des Bads – ein Parkplatz – als Option für ein Spielfeld geprüft werden. Damit könnte das Projekt in der Riviera hinfällig sein.

„Was soll dieser Prüfantrag?“, echauffierte sich Markus Seemüller (FWG). Die Corona-Krise zeige, wie sehr Jugendliche Kontakte benötigen. Genau diese Gruppe solle in der Riviera-Planung nun außen vor gelassen werden, fürchtet er. Seemüller erinnerte an das Ansinnen, einen Park für alle Generationen zu schaffen. „Wieso sollten wir nicht prüfen, was machbar ist?“, entgegnete Erhard Pohl (CSU). Sein Fraktionskollege, Jugendreferent Christian Mittermaier, fände es super, wenn in der Riviera zusätzlich Streetball gespielt wird.

Der Funcourt am Warmbad, der überwiegend zum Basketballspielen genutzt wird, bedarf in absehbarer Zeit einer Renovierung. Die Grünen können sich vorstellen, in dem Zuge daraus einen Streetball-Platz mit offiziellen Maßen zu machen. Fußballtore, eventuell mobile, sollen integriert werden. „Die Multifunktionalität soll ja erhalten bleiben“, erklärte Manfred Burger (Grüne). Gleich zwei parallele Spielfelder wären für Christian Mittermaier ideal, wenn dafür genug Platz ist. Ideen gibt es verschiedene. Paul Fertl (SPD) will weiter sammeln und ein eventuell zu gründendes Jugendparlament hören. Für sein Ansinnen, eine Entscheidung im Stadtrat deshalb zu vertagen, fand er aber keine Mehrheit.

Ebenfalls zu wenig Unterstützung erhielten die Grünen für ihren Wunsch, den jetzigen Parkplatzbereich im Süden des Warmbads als Alternativstandort für ein Spielfeld zu prüfen. Neben anderen verwies Aline Brunner (FWG) darauf, wie wichtig die Fläche als Parkplatz ist.

Die Möglichkeiten der Umwandlung des bestehenden Funcourts zu einem Streetball-Platz möchte aber die Mehrheit im Stadtrat geprüft haben. Da spreche nichts dagegen, fand auch Bürgermeister Gerhard Braunmiller und sagte hinsichtlich der Jugend und deren Vorstellungen: „Sie können jederzeit mit uns in Kontakt treten.“ ft

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