Zug streift Kleinwagen auf Bahnübergang in Thann / Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Knapp an Katastrophe vorbeigeschrammt

Holzkirchen – Fast wäre es am vergangenen Donnerstag erneut zu einem dramatischen Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Zug am unbeschrankten Bahnübergang in Thann gekommen.

Wie die Polizei- inspektion Holzkirchen in einer Pressemitteilung schreibt, war ein roter Kleinwagen um 15 Uhr über den Bahnübergang gefahren, ohne dabei auf den herannahenden Zug zu achten. Dieser kam gerade aus Richtung Lenggries, der Fahrer des Kleinwagens von der B 318 in Richtung Thann. Dabei streifte der Triebwagen der Vogtlandbahn minimalst das Heck des Fahrzeugs. Doch scheinbar war diese Berührung nicht spürbar gewesen, denn der Autofahrer setzte seine Fahrt laut Polizei ungehindert fort. Wie die Polizei auf Nachfrage erklärte, gibt der Zug ab einer gewissen Nähe zu Objekten welche sich auf den Gleisen befinden ein automatisches Warnsignal ab, doch auch dieses scheint der Autofahrer nicht gehört zu haben. Der Zugführer hatte laut Polizei sogar noch die Notbremse gezogen. Jedoch war der Integral schon so nahe am Bahnübergang, dass er trotzdem mit voller Geschwindigkeit weiterfuhr und erst danach zum Bremsen gekommen war. Wäre das Auto nur Sekundenbruchteile später über die Gleise gefahren, hätte es erneut eine Katastrophe gegeben. Laut Polizei war aber auch das Warnlicht am Bahnübergang voll funktionsfähig und auch der herannahende Zug sei aus dieser Richtung schon von mindestens 50 Metern zu sehen. Wieso der Autofahrer trotzdem die Gleise querte, ist den Beamten ein Rätsel. Am Zug entstand kein Sachschaden, die Polizei vermutet dass auch der Kleinwagen keinen Schaden davongetragen hat. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und bittet Zeugen, sich zu melden (Telefon: 08024/90740). Passagiere saßen zum Zeitpunkt des Geschehens keine im Zug, weshalb die Beamten auf Hinweise von Fußgängern oder anderen Beobachtern hoffen. os

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