Nach der faunistischen Risikoanalyse

Südumfahrung Holzkirchen: Grüne fordern Runden Tisch zum Großprojekt

Südumfahrung Holzkirchen
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Von den Varianten 1, 2 und 3 der Holzkirchner Südumfahrung haben die befragten Experten abgeraten. Nun müssen sich die Marktgemeinderäte positionieren. Die Grünen-Fraktion schlägt dazu einen Runden Tisch vor.

Holzkirchen – Die Grünen-Fraktion im Holzkirchner Marktgemeinderat will einen Runden Tisch zum Projekt Südumfahrung. So sollen Gegner und Befürworter wichtige Details klären.

Bei der kürzlich online vorgestellten faunistischen Risikoanalyse für die Holzkirchner Südumfahrung rieten Stefan Leitner und Bernhard Bauer vom Staatlichen Bauamt Rosenheim sowie Andreas Dorsch vom gleichnamigen Ingenieurbüro von den Trassen 2 und 3 ab. Die Grünen-Fraktion im Marktgemeinderat sieht demnach nur noch die Variante 5 respektive 4 als machbar an. Zwar ist die Fraktion nach wie vor gegen eine Ortsumfahrung, aber nun sei es wichtig, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um das erwünschte Votum der Marktgemeinde auszuarbeiten.

Die Kurzenberg und Großhartpenning südlich umfahrenden Trassen 2 und 3 verlaufen anfangs ein Stück weit entlang dem Tannholz. Dem stünden nach Einschätzung Dorschs naturschutzrechtliche Gründe entgegen, weil dort unter anderem der Lebensraum von Fledermäusen und Laubfröschen sei. Außerdem würden Weiher in den Toteislöchern als wichtige Biotope gefährdet.

Finale Variante für Ratsbegehren

Leitner riet daher dazu, die beiden Trassen nicht weiter zu verfolgen und stattdessen die Variante 5 zu favorisieren. Diese Variante gilt nach dem aktuellen Bundesverkehrswegeplan als finanziert und rechtssicher. Allerdings wäre das nur eine reine Umgehung Holzkirchens, die aber um eine nördliche Umfahrung von Kurzenberg und Großhartpenning erweitert werden könnte (Variante 4).

Am Ende der rund eineinhalbstündigen Präsentation stellte Bürgermeister Christoph Schmid fest: „Jetzt ist die Marktgemeinde am Zug, sich für eine Variante auszusprechen.“ Einigkeit herrsche im Marktgemeinderat, sagte Schmid, dass dieses Votum den Holzkirchnern dann als Ratsbegehren zur Abstimmung vorgelegt werde.

Die Grünen forderten daher kürzlich in einer Mitteilung, ein faktenbasiertes Vorgehen zum erbetenen Votum der Marktgemeinde zu erarbeiten. Zwar sei man nach wie vor gegen jede Umgehung, aber nun sollten Befürworter und Gegner zu einem Runden Tisch zum weiteren Vorgehen in Sachen Südumfahrung einberufen werden.

Ergebnis, das von allen Seiten anerkannt werde

Nach über 30 Jahren Diskussion und Auseinandersetzung ist erstmals qualifiziert ausgearbeitet worden, wo die Ortsumfahrung grundsätzlich verlaufen kann“, stellte Robert Wiechmann (Grüne) fest. Auf Basis dieser Grundlagen könne nun ein Ergebnis erarbeitet werden, das von allen Seiten anerkannt werde. Wie Wiechmann meinte, werde es zwar sicherlich nicht ganz einfach sein, einen gemeinsamen Weg für das erwünschte Votum zu finden, aber es sollte unbedingt versucht werden: „Diese Chance sollten wir als Marktgemeinderat nutzen und Gegner sowie Befürworter in die Diskussion um das weitere gemeindliche Vorgehen frühzeitig einbeziehen.“

Über den Antrag zur Bildung des Runden Tisches soll in einer der nächsten Sitzungen entschieden werden. Die aufgezeichnete Online-Präsentation zur Südumfahrung ist noch bis Freitag, 30. April, auf der Internetseite der Marktgemeinde unter Aktuelles abrufbar: www.holzkirchen.de/aktuelles. hac

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