Pläne angepasst

Über diese Änderungen am Quartier Tegernsee diskutiert der Bauausschuss

Quartier Tegernsee an der Hochfeldstraße
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Das Quartier Tegernsee an der Hochfeldstraße wächst. Die Pläne sind nun erneut Thema im Bauausschuss gewesen.

Tegernsee – Das Großprojekt Quartier Tegernsee macht sichtbare Fortschritte. Im Bauausschuss ging es jüngst noch einmal um kleine Änderungen.

Das Projekt Quartier Tegernsee neben der Feuerwehr ist in vollem Gange. Ein Hotel und drei Wohnhäuser plus Tiefgarage entstehen dort an der Hochfeldstraße. Nun ist das Bauprojekt erneut Thema im Bauausschuss der Stadt gewesen.

Es ging um eine zweite Tektur zur Baugenehmigung. Diese beinhaltet im Wesentlichen begrünte verkleidete Lüftungen auf dem Dach des Hotels, eine veränderte Dachform für die Skybar von einem Flachdach auf ein leichtes Tonnengewölbe und einen Belichtungsgraben sowie weitere kleinere Veränderungen zum Beispiel an den Grundrissen, wie Bauamtsleiterin Bettina Koch erläuterte. „Ursprünglich beantragt wurden ein Hotel mit 130 Zimmern und 260 Betten, ein Café auf dem Dach des Hotels, eine Tiefgarage mit 304 Stellplätzen sowie fünf oberirdische Stellplätze bei den Wohnhäusern und zwei beim Hotel sowie drei Wohnhäuser mit 85 Wohnungen“, erklärte sie weiter. „Für die 85 Wohnungen wurden 190 Stellplätze benötigt. Die restlichen Stellplätze in der Tiefgarage sollen beim Hotel verbleiben.“

Zwischendurch wurde die Zahl der Hotelzimmer auf 121 reduziert. Nun werden mit der zweiten Tektur jedoch 126 Zimmer mit 252 Betten sowie 82 Wohnungen mit einem Stellplatzbedarf von 184 beantragt. Die Fläche der Dachterrasse hat sich auf 281 Quadratmeter reduziert. Der Stellplatzbedarf für die Dachterrasse mit nun 29 Stellplätzen kann durch die erhöhte Zimmerzahl nur noch mit vier Stellplätzen kompensiert werden. „Allerdings werden in der Tiefgarage entgegen den Bestimmungen des Nachtrags nur noch 99 Stellplätze für das Hotel ausgewiesen“, erläuterte Bettina Koch. „Durch die Erhöhung der Zimmerzahl von 121 auf 126 müsste ein neuer Nachtrag abgeschlossen und die Stellplätze für das Hotel auf mindestens 118 und die Zahl für die Wohnungen angepasst werden.“ Insgesamt werden in der Tiefgarage 305 Stellplätze dargestellt.

Ob man das nicht großzügiger handhaben könne mit den Stellplätzen, weil dadurch indirekt die Autoindustrie profitiere, fragte Marcus Staudacher von den Grünen. „Die Leute ohne Auto müssen die Tiefgarage dann trotzdem mit zahlen.“ Die Stellplätze seien jedoch vorgeschrieben, erklärte Bürgermeister Johannes Hagn. Zudem ginge es auch darum, oberirdische Stellplätze weg zu bekommen.

„Es geht nicht nur um Tagesausflügler, auch Geschäftsleute mit Angestellten haben Probleme und können kaum noch parken, ohne zahlen zu müssen“, bestätigte auch Anton Lengmüller (FWG). Ohne Frage kann Tegernsee weitere Parkplätze brauchen – nicht nur für Besucher, sondern auch für Anwohner. „Momentan haben wir eine sehr strenge Stellplatzordnung“, erklärte Bürgermeister Hagn. Diese regelt, wie viele Stellplätze bei Bauprojekten nachgewiesen werden müssen. Die Stellplätze beim Quartier Tegernsee seien alle geeignet für Elektroautos. Außerdem würden so möglicherweise auch zusätzliche Stellplätze geschaffen, die man anmieten könne.

Am Ende entschieden sich die Mitglieder des Bauausschusses dafür, die beantragte zweite Tektur für das Quartier Tegernsee einstimmig zu verabschieden. ksl

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