Erstmals Visualisierungen im Stadtrat

So soll das neue Feuerwehrhaus in Tegernsee aussehen

Für diese Variante des Feuerwehrhauses hat sich der Stadtrat in Tegernsee entschieden. Weitere Details müssen nun noch festgelegt werden.
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Für diese Variante des Feuerwehrhauses hat sich der Stadtrat in Tegernsee entschieden. Weitere Details müssen nun noch festgelegt werden.

Tegernsee – Holz und Beton werden am neuen Feuerwehrhaus in Tegernsee zueinander finden. Erstmals wurden nun Visualisierungen im Stadtrat gezeigt.

Wie wird das neue Feuerwehrhaus in Tegernsee aussehen? Architektin Claudia Schreiber hat in der jüngsten Sitzung des Stadtrats einige Visualisierungen vorgestellt. Dass das neue Gebäude anders aussehen wird als das im Bestand mit den hübschen Lüftl­malereien, war von Anfang an klar. Am Ende einigte sich der Stadtrat mehrheitlich auf eine Variante.

Wie diese aussehen könnte, zeigte Architektin Claudia Schreiber erstmals mit einer anschaulichen Visualisierung. Die fand Anklang bei den Stadträten, nachdem sie zuvor explizit darum gebeten hatten, um einen Eindruck von dem neuen Gebäude zu erhalten. „Ich bin angenehm überrascht, dass man das so schön darstellen kann“, sagte etwa Manuela Brandl (Bürgerliste) und schlug vor, die Fassade zur Straße hin – als durchgehende Wand geplant – mit einem Fenster aufzulockern. Diesem Vorschlag konnte auch Andreas Feichtner (CSU) etwas abgewinnen. Einen Wettbewerb für Kunst am Bau konnte sich hingegen Andreas Obermüller (FWG) vorstellen, um die massiv wirkende Mauer zu verschönern. Was am Ende umgesetzt wird, blieb zunächst offen.

Nach kurzer Diskussion fragte Bürgermeister Johannes Hagn jeden einzelnen anwesenden Stadtrat nach seiner Meinung, wie das Gebäude aufgebaut sein soll. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, den unteren Bereich mit den Garagen der Feuerwehr in Beton zu halten und den Aufsatz mit den Wohnungen eher in Holz. So erhielt Architektin Claudia Schreiber am Ende die Aufgabe, weitere Visualisierungen anhand der optischen Vorgaben zu erarbeiten.

Auch sollen weitere Fachplaner beauftragt werden, damit es nach der Sommerpause im Herbst rasch weitergehen kann. Dann wird bereits die Interimshalle auf dem Schulhof gegenüber aufgestellt. Zudem will die Verwaltung in die sogenannte Genehmigungsplanung gehen, um den Zeitplan einzuhalten. Im Frühjahr soll das alte Haus an der Hochfeldstraße abgerissen werden, erläuterte Bauamtsleiterin Bettina Koch.

Zu dem Prozess gehört auch, dass der Bebauungsplan „Seminarhotel Tegernsee“ geändert wird und verschiedene Stellungnahmen berücksichtigt werden, welche die Verwaltung dazu erhalten hat, als der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt war. Gegen die Stimmen der Grünen-Abgeordneten Ursula Janssen und Marcus Staudacher wurden die Abwägungen verabschiedet.

Unter anderem ging es darum, dass die Stellplätze auf dem Parkplatz für die Feuerwehr mit einer Breite von 2,50 und einer Länge von 5,50 Metern geplant werden. Das Areal erhält eine Schranke, damit keine Unbefugten dort parken können. Die künftigen Mieter erhalten Stellplätze am Schulgelände.

Lärm, der durch Einsätze entsteht, müsse von den Nachbarn geduldet werden, heißt es zum Beispiel vom Landratsamt. Jedoch müssen Übungen spätestens um 22 Uhr enden.

Zudem wurde vorgeschlagen, den Abriss des alten Feuerwehrhauses von einem Experten begleiten zu lassen und am neuen Gebäude Fledermauskästen zu installieren, um auch dem Artenschutz gerecht zu werden. ksl

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