Acht Produktionen ausgezeichnet

Das sind die Sieger des 17. Bergfilm-Festivals am Tegernsee

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Die Preisträger des Bergfilm-Festivals mit Bürgermeister Johannes Hagn (l.) und Bergfilm-Direktor Michael Pause (r.).

Tegernsee - 79 Beiträge aus 30 Ländern sind in diesem Jahr dabei gewesen beim Filmfestival am Tegernsee. Dazu gab es vier Weltpremieren und einen Oscar-Gewinner.

Vier Weltpremieren, ein teilnehmender Oscar-Gewinner und packende Filme aus aller Welt wurden den Zuschauern des 17. Internationalen Bergfilm-Festivals in diesem Jahr am Tegernsee in 79 Beiträgen aus 30 Ländern geboten. Gedacht wurde den Extrembergsteigern David Lama und Hansjörg Auer, die im April 2019 mit ihrem Seilpartner Jess Roskelley in Kanada tödlich verunglückten. Zudem sind die Gewinner des diesjährigen Festivals geehrt worden.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner ließ es sich nicht nehmen, direkt vom CSU-Parteitag zur Siegerehrung nach Tegernsee zu kommen. In ihrem Grußwort gratulierte sie Bürgermeister Johannes Hagn und Festivaldirektor Michael Pause zur bestens gelungenen Veranstaltung, die auch nach 17 Jahren nicht an Attraktivität verloren habe. Dann wurden im Barocksaal die Gewinner ausgezeichnet und die schönsten Szenen aus den Siegerfilmen gezeigt:

  • Den Großen Preis der Stadt Tegernsee – dotiert mit 3.000 Euro – erhielt der Film „This Mountain Life – Die Magie der Berge“ aus Kanada. Martina Halik machte sich mit ihrer 60 Jahre alten Mutter auf den Weg, um in sechs Monaten auf einer Route von 2.300 Kilometern das tückische Küstengebirge von British Columbia bis nach Alaska mit Skiern zu durchqueren.
  • Der Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Film der Kategorie „Erlebnisraum Berg“ geht an den Kletterfilm „The Pathan-Project“ mit Tod im Nacken, aber Schalk im Kopf, samt wilden Erlebnissen im unerforschten Massiv Pakistans.
  • Den Bergzeit-Preis für den besten Film der Kategorie „Naturraum Berg“ erhielt die vierminütige Produktion „Iceberg Nations“ aus Spanien als poetische Hymne an die Natur vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung.
  • Mit dem Preis der TEG für den besten Film der Kategorie „Lebensraum Berg“ ist „Spirit“ von Jane Dyson ausgezeichnet worden. Sie erzählt von Saraswati, die mit ihrem Mann zurück in sein Dorf im Himalaya kommt, und damit die erste Schwiegertochter im Ort mit Schulbildung ist, weshalb sie von den älteren Frauen verachtet wird.
  • Der Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis ging an „Höhenmeter“ – Stefan Kiesel und Manuel Haupt aus Rosenheim studieren Holzbau. Sie nahmen sich eine halbjährige Auszeit, um in den bayerischen Alpen fünf Berg­hütten der Staatsforsten zu renovieren.
  • Der Sonderpreis des Rotary-Clubs Tegernsee für die beste Kamera wurde Pablo Vidal Santos für den Streifen „Bayandalai – Lord of the Taiga“ verliehen. Berichtet wird über den Ältesten des Stammes der Dukhas, einer der letzten Hüter der einst großen Rentierherden in den endlosen Waldflächen der Taiga.
  • Einen Sonderpreis für einen besonderen Film, gestiftet vom Rotary-Club Tegernsee, erhielt „Riafn“ von Hannes Lang – eine filmische Expedition in den Klangraum der Alpen.
  • Den Bayern2-Publikumspreis erhielt ganz im Zeichen des 100. Geburtstags von Edmund Hillary am 20. Juli die Retrospektive der Erstbesteigung des Mount Everest 1953. „The Ascent of Everest“ – ein Doku-Remake von Antonello Padovano aus Großbritannien fand größten Anklang aus den 10.000 abgegebenen Stimmzetteln.

Ein festliches Buffet in den Gängen des Tegernseer Schlosses rundete die rund dreistündige Siegerehrung zum 17. Internationalen Bergfilm-Festival ab. iv

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