Falschparker im Visier

Wie Tegernsee gegen uneinsichtige Autofahrer vorgehen will

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Tegernsee – Die Stadt hat Falschparker im Visier und will ab Mai intensiver gegen uneinsichtige Autofahrer vorgehen.

Ab Mai sollen zeitweise zwei Mitarbeiter im Stadtgebiet parkende Fahrzeuge kontrollieren. So will Tegernsee vor allem gegen uneinsichtige Falsch­parker vorgehen, die ihr Auto ohne jede Rücksicht auch im Halteverbot abstellen und zu einer Wandertour aufbrechen.

Es gehe nicht darum, mehr Geld einzunehmen, sondern zu steuern, betonte Bürgermeister Johannes Hagn in der jüngsten Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses. Zum Beispiel wenn Besucher sich einfach ins Halteverbot stellen und dann zu einer längeren Wanderung aufbrechen. Die Landeshauptstadt München wachse immer mehr und dies mache sich auch am Tegernsee durch mehr Tagesgäste bemerkbar.

Aus diesem Grund sollen von Mai bis Oktober zwei Mitarbeiter an Wochenenden, Feiertagen und eventuell auch bei Großveranstaltungen parkende Fahrzeuge kontrollieren. Nur so sei es möglich, mehrfach an Autos vorüberzugehen und entsprechende Strafzettel für das Dauerstehen im Park- oder Halteverbot zu verteilen. Ein Mitarbeiter alleine könne dies nicht für das komplette Stadtgebiet leisten. Sechs Stunden täglich ist ein Kontrolleur momentan unterwegs, erklärt Bauamtsleiterin Bettina Koch. Zu zweit werde dann versetzt gearbeitet. „Einer fängt eher an, der andere macht länger“, sagte Bettina Koch. „Sie sehen dann auch, wer bereits verwarnt ist, und können gezielt nochmal hingehen.“ 

Rudolf Gritsch (CSU) begrüßte den Vorstoß, denn „wenn mal was passiert und die Retter nicht durchkommen, ist auch die Stadt in der Pflicht und wird gefragt, warum sie nichts gemacht hat". Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) hofft auf einen gewissen Lerneffekt bei den Falschparkern, wenn sie mehr bezahlen müssen. Der Ausschuss stimmte den Plänen mehrheitlich zu. Lediglich Peter Hollerauer (FWG) war dagegen: „Wir haben nur Kosten und ändern nichts an der Parksituation, denn die Autos stehen ja trotzdem weiter dort." Denn abschleppen darf die Stadt die falsch geparkten Autos nicht.

Unter anderem beschweren sich auch regelmäßig Fahrer eines E-Autos, weil die Parkplätze an den Ladesäulen zugeparkt sind. Um den Parkdruck in Tegernsee zu lindern, soll die Tiefgarage erweitert werden, erklärte der Bürgermeister. Viel mehr Parkplätze sollen jedoch nicht angeboten werden, um nicht noch mehr Besucher anzulocken. ksl

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