Dauerthema Parken

Braucht es Halteverbote an Sonnleiten- und Prinzenweg in Tegernsee?

Der Weg zum Wanderparkplatz am Sonnleitenweg in Tegernsee ist eng, die Plätze sind rasch voll. Anwohner ärgern sich oft über Tagesausflügler, weil diese nicht korrekt parken.
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Der Weg zum Wanderparkplatz am Sonnleitenweg in Tegernsee ist eng, die Plätze sind rasch voll. Anwohner ärgern sich oft über Tagesausflügler, weil diese nicht korrekt parken.

Tegernsee – Parkplätze sind rar in Tegernsee. Der Weg zu manchen Stellplätzen ist eng. Einer der Brennpunkte war nun Thema im Stadtrat.

Zahlreiche Tagesausflügler und Wanderer suchen in Tegernsee regelmäßig einen Platz, um ihr Auto abzustellen. Die Parkfläche am Sonnleitenweg zum Beispiel gehört der Stadt und bietet auf einem schmalen Asphaltstreifen Platz für etwa zwölf Fahrzeuge. So zumindest die Theorie. Laut Aussagen von Anwohnern werde jedoch oft kreuz und quer geparkt, zum Teil auf der Wiese und sogar an Grundstückszufahrten. Für Anwohner und Rettungsdienste gibt es so kaum noch ein Durchkommen, was regelmäßig für Frust sorgt.

Aus diesem Grund hat der Stadtrat jüngst darüber diskutiert, die Parkplätze am Sonnleitenweg abzuschaffen, wenn der geplante Wanderparkplatz mit 44 Stellflächen auf dem Gelände der Feuerschützen fertiggestellt ist. „Ab der Schützenstraße sowie ab der Kleinbergstraße wird eine Parkverbotszone eingerichtet und entsprechend beschildert“, erläuterte Bauamtsleiterin Bettina Koch. Der Vorschlag: Nur noch Anwohner sollen dort parken dürfen – geregelt mithilfe von Bewohnerparkausweisen.

Die Stadträte waren dazu geteilter Meinung: „Ich verstehe nicht, warum die Parkplätze gänzlich gestrichen werden sollen“, erklärte Heino von Hammerstein. „Das ist doch ein idealer Ausgangspunkt für Wanderer und würde niemanden stören.“ Jedoch gebe es massive Beschwerden von Anwohnern und der Feuerwehr, berichtete Bürgermeister Johannes Hagn, der den Vorschlag befürwortete. Ebenso wie Rudolf Gritsch (CSU). Er sei selbst begeisterter Mountainbikefahrer und Bergsteiger, aber: „Wir müssen aufhören zu glauben, dass man bis zum letzten Meter mit dem Auto hinfahren kann.“ Jeder könne die Strecke vom neuen Parkplatz an der Schießstätte bewältigen und es gebe so keine Grenzfälle mehr. Zudem würde es die Situation entschärfen, da bereits unten an der Hauptstraße auf den großen Parkplatz an der Schießstätte hingewiesen werden solle, wie der Bürgermeister erläuterte.

Andreas Obermüller (FWG) sah dies anders. „Falschparker gehören verfolgt und bestraft, aber die, die richtig parken, tun ja niemandem was“, sagte er. „Ich halte den Parkplatz schon für sinnvoll.“ Auch Thomas Mandl (SPD) sieht den Parkplatz prinzipiell nicht als Problem an – solange alle ordentlich parken. „Was dort oben passiert, ist aber schon gefährlich“, sagte er. „Vor allem für Fußgänger und Mountainbiker.“ Denn diese haben wenig Spielraum, wenn sich die Autos auf der engen Straße an ihnen vorbei quetschen. Am Ende entschied der Stadtrat mit einem Patt von 7:7 Stimmen, dass die Parkplätze am Sonnleitenweg bleiben.

Anders lief es für den Prinzenweg, für den ebenfalls ein Parkverbot zur Diskussion stand: In dem Bereich können knapp 40 Fahrzeuge abgestellt werden. Beim Parkplatz Homposs sollen die Stellplätze entlang des Baches und vor dem Anwesen Prinzenweg 22 bewirtschaftet und dafür markiert werden, erklärte Bauamtsleiterin Bettina Koch. Für den südlichen Bereich des Hompossplatzes solle ein absolutes Parkverbot gelten, der Kies­platz in der Kurve auf der nördlichen Seite der Schützenstraße nur noch als Ausweichstelle dienen. Darauf einigten sich die Stadträte einstimmig. ksl

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