Ende in Sicht

Wie es mit dem Umbau des Hotels "Der Westerhof" in Tegernsee weitergeht

Das Hotel "Der Westerhof" in Tegernsee soll umfassend umgebaut werden. Darüber hat der Stadtrat nun erneut diskutiert.
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Das Hotel "Der Westerhof" in Tegernsee soll umfassend umgebaut werden. Darüber hat der Stadtrat nun erneut diskutiert.

Tegernsee – Nach jahrelangen Diskussionen um den Umbau des Hotels "Der Westerhof" scheint ein Ende in Sicht. Der Stadtrat Tegernsee hat erneut über das Hotelprojekt diskutiert.

Es ist wohl das längste Verfahren um einen Bebauungsplan, das die Stadt Tegernsee je hatte. Vor rund zehn Jahren habe es die ersten Gespräche für einen Umbau des Hotels „Der Westerhof“ gegeben, erklärte Bauamtsleiterin Bettina Koch in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Nun hat das Thema erneut auf der Agenda gestanden.

Anlass ist, dass der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nummer 52 „Westerhof“ – so der offizielle Titel des Projekts – in der Zeit vom 26. August bis zum 7. Oktober 2019 zum zweiten Mal öffentlich ausgelegen hat. Erneut sind zahlreiche Stellungsnahmen dazu abgegeben worden, die der Stadtrat nun evaluiert hat. Zum einen haben sich sogenannte Träger öffentlicher Belange – dazu zählen das Landratsamt in Miesbach, die Regierung von Oberbayern, aber auch Naturschutzverbände – gemeldet, zum anderen zahlreiche Bürger.

„Es sind wieder zahlreiche Stellungnahmen eingegangen, die aber keine neuen Erkenntnisse erbracht haben“, erklärte Bettina Koch. Das Hotel soll komplett umgestaltet werden – mit bis zu 270 Betten in Gästezimmern, Suiten und Chalets sowie zirka 50 Betten in Zimmern oder Apartments für Betriebsangehörige. Um die 15.000 Quadratmeter Grundfläche würden bebaut – das entspricht etwas mehr als zwei Fußballfeldern. Aus dem jetzigen Bau soll ein luxuriöses Gesundheitshotel werden, das sich an den Berghang schmiegt und weithin sichtbar wäre – und genau das ist das Problem. Als zu wuchtig und unpassend wird das geplante Hotel empfunden, zu wenig Platz gebe es für ein derartiges Projekt an der Olaf-Gulbransson-Straße.

Die Meinungen im Stadtrat gingen auseinander. „Dass da was passiert, ist gut, aber es ist ein paar Nummern zu groß“, sagte Peter Schiffmann (FWG). „Es wird alles ausgereizt aufs Maximale.“ Das Vorhaben stehe im Widerspruch zum sanften Tourismus, der angestrebt werde, erklärte Laura Mandl (SPD). So wie das Gebäude aktuell dastehe mit vielen An- und Umbauten, sei es auch keine Augenweide, merkte Norbert Schußmann (CSU) an. Man müsse sich auf das Urteil der Experten verlassen, die sagen, es gehe, meinte Markus Schertler (CSU). Am Ende entschied sich der Stadtrat mit vier Gegenstimmen für die Pläne. ksl

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