Modernes Konzept möglich

So soll das neue Feuerwehrhaus in Tegernsee aussehen

Das Bild zeigt einen der Entwürfe von Architektin Claudia Schreiber. Ob der Neubau so aussehen wird, ist noch offen. Zumindest das Flachdach hat der Stadtrat schon mal abgelehnt.
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Das Bild zeigt einen der Entwürfe von Architektin Claudia Schreiber. Ob der Neubau so aussehen wird, ist noch offen. Zumindest das Flachdach hat der Stadtrat schon mal abgelehnt.

Tegernsee – Möglichkeiten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses gibt es viele. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat zunächst über die grundsätzliche Kubatur abgestimmt.

Es ist ein bisschen wie Lego – nur dass es in diesem Fall kein Spiel ist. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat Tegernsee sich mit dem Thema Feuerwehr beschäftigt. Ein neues Gebäude soll entstehen und um die verschiedenen Möglichkeiten für den Neubau darzustellen, hat Architektin Claudia Schreiber ein Modell und zahlreiche Bauklötzchen mitgebracht. Mit Sattel- oder mit Flachdach, mit terrassiertem Aufbau wie bei einer Pyramide oder einem klaren Querriegel – es gibt viele Möglichkeiten, um das neue Gebäude zu gestalten.

Nur zwei Dinge stehen derzeit bereits fest: Die Grundform des Gebäudes, also die Garagen für die Fahrzeuge der Feuerwehr, wird L-förmig sein und oben drauf kommen Wohnungen. Bis zu sieben könnten es werden, erklärte die Münchner Architektin, fünf oder sechs hält sie jedoch für realistischer, damit es auch wohnlich wird und nicht gequetscht wirkt. Nachdem die Expertin alle Varianten vorgestellt und am Modell gezeigt hatte, waren die Stadträte gefragt. Jeden einzelnen fragte Bürgermeister Johannes Hagn nach seiner Meinung.

Und dazu etwas zu sagen und sich direkt für ein Modell zu entscheiden, fiel einigen Stadträten sichtlich schwer. „Jeder Entwurf hat etwas Ansprechendes“, sagte zum Beispiel Norbert Schußmann. „Der Entwurf mit dem Satteldach gefällt mir am besten, aber in terrassierter Form wirkt es irgendwie stimmiger.“ Kritik von vielen Seiten gab es jedoch am Flachdach. Dieses würde zum einen nicht nach Tegernsee passen und wäre zum anderen aufgrund des vielen Schnees im Winter auch unpassend. Die Sorge: Die Schneemassen sind zu schwer für das Flachdach und diese würden auch schnell undicht werden, wie zum Beispiel Andreas Obermüller (FWG) anmerkte. Laut Architektin sei ein Flachdach jedoch nicht weniger gut als ein Satteldach, „wenn es richtig gemacht ist“.

Aber es gab auch Fürsprecher für das Flachdach unter den Stadträten. „Das Problem mit dem Satteldach ist, dass es wie aufgesetzt wirkt“, sagte zum Beispiel Thomas Mandl (SPD). „Wir wollen was Schönes bauen, weshalb ich ganz stark für den pyramidenartigen Aufbau bin, weil er harmonisch ist und sich einfügt.“ Zudem könnten die Nachbarn über ein Flachdach besser drüber schauen, sodass denen nicht die komplette Aussicht verbaut würde, fügte Vize-Bürgermeister Heino von Hammerstein (Bürgerliste) hinzu.

Allen Stadträten war klar, dass eine Entscheidung zur neuen Feuerwehr her muss. „Wir müssen endlich mal vorankommen“, meinte Peter Schiffmann (SPD). „Ich bin für die Blockvariante, weil es einen Wow-Effekt hat – und klar sieht es zusammengesetzt aus, weil wir Wohnungen und die Feuerwehr zusammenfügen.“ Auch andere Stadträte wie Andrea Köstler (FWG) forderten eine Entscheidung, denn „wir können doch nicht ewig so herumeiern“. Sie sprach sich ebenfalls für die Variante ohne Flachdach aus.

Einige Zeit ging es in der Sitzung hin und her, bis alle Stadträte – und manche sogar mehrfach – zu Wort gekommen waren. Am Ende fasste Bürgermeister Johannes Hagn, der selbst einen Wohnriegel in Nord-Süd-Achse auf dem Feuerwehrhaus favorisiert, die einzelnen Wortmeldungen in einem Beschluss zusammen. Dieser wurde mit 12:4 Stimmen angenommen. Demnach soll Architektin Claudia Schreiber mit einem in Nord-Süd-Achse ausgerichteten Wohnriegel und einem Satteldach weiter planen. Als nächstes wird sie Vorschläge machen, wie das Gebäude gestaltet werden kann, vor allem auch die Fassade. ksl

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