Pläne an der Hochfeldstraße

Weitere Details und grober Zeitplan für neues Tegernseer Feuerwehrhaus

Das Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee muss abgerissen und neu gebaut werden.
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Das Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee muss abgerissen und neu gebaut werden.

Tegernsee – Erneut sind die Pläne für ein modernes Feuerwehrhaus im Tegernseer Stadtrat diskutiert worden. Nun gibt es neue Details und einen groben Zeitplan.

Bereits vor der Sitzung des Stadtrats war klar, dass im ersten Obergeschoss des neuen Tegernseer Feuerwehrhauses eine Ein-Zimmer-Wohnung entstehen wird. Zu klären war jedoch, ob im zweiten Stock vier oder fünf Wohnungen geplant werden sollen. Architektin Claudia Schreiber stellte die Möglichkeiten mit einem Apartment und vier kleineren Wohnungen sowie mit einem Apartment und drei größeren Wohnungen in der Sitzung vor.

Diese werden als Holzbau auf das Feuerwehrhaus gesetzt, erhalten Balkone und ein eigenes Treppenhaus mit Aufzug, erläuterte sie. Zielgruppe sollen zum einen junge Leute und Familien, zum anderen aber auch Mitglieder der Feuerwehr sein. Die Stadt werde als Vermieter auftreten und die Mieten möglichst günstig halten.

Nach längerer Diskussion und umfassender Argumentation entschied sich der Stadtrat einstimmig für eine kleine und drei größere Wohnungen, da diese flexibler genutzt werden können, zum Beispiel auch als Wohngemeinschaft für junge Leute.

Zu klären sind noch einige Fragen zum Energiekonzept. Jonas Schwall von der Firma G-Tec aus Siegen hat in der Sitzung mehrere Varianten vorgestellt und empfohlen, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu installieren, um die Grundlast abzudecken, sowie einen Erdgas-Brennwertkessel hinzuzunehmen, der bei der Spitzenlast unterstützt.

Der Stadtrat wünscht sich allerdings, dass auch noch die Kosten für eine Kombination aus Gas und Photovoltaik ermittelt werden. Ziel sei es, ein Gebäude mit hohem energetischen Standard zu errichten – genannt KfW 55. Ein mögliches Förderprogramm möchte die Stadt dabei aber nicht nutzen, erklärte Bürgermeister Johannes Hagn.

Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, soll das neue Feuerwehrhaus Mitte 2022 fertig sein, erläuterte Bauamtsleiterin Bettina Koch. Da bei Kosten in Höhe von rund 10 Millionen Euro europaweit ausgeschrieben werden muss, kann sich aber vieles noch ändern. Im Januar 2021 soll die Feuerwehr in ihre Interimslösung, eine Fertighalle auf dem Hof der Grundschule an der Hochfeldstraße, umziehen. Ab Februar folgt dann der Abriss der alten Feuerwehr und anschließend der Bau des neuen Gebäudes an der gleichen Stelle. ksl

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