Neue Studie vorgestellt

Zahlen und Fakten: So bringt der Tourismus die Region Tegernsee voran

Eine Studie zeigt nun, wie groß der Einfluss des Tourismus auf die Wirtschaft im Tegernseer Tal ist.
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Eine Studie zeigt nun, wie groß der Einfluss des Tourismus auf die Wirtschaft im Tegernseer Tal ist.

Tegernsee – Laut einer Studie hat die Corona-Krise im Tegernseer Tal bisher knapp 50 Millionen Euro Minus im Tourismus verursacht. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Die von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) beim Tourismusberater DWIF in Auftrag gegebene Studie belegt die wichtige Rolle des Tourismus für die Urlaubsregion „Der Tegernsee“. Nun hat TTT-Geschäftsführer Christian Kausch die Ergebnisse im Bad Wiesseer Gemeinderat präsentiert.

Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche – es gibt kaum einen Wirtschaftsbereich, der nicht davon profitiert. Deshalb investieren Kommunen und Unternehmen in die tourismusbezogene Infrastruktur und die Vermarktung – so auch im Tegernseer Tal. Denn der Tourismus ist sowohl wichtiger Jobmotor als auch Umsatzbringer für die Kommunen über Kurtaxe, Steuern und Tourismusabgaben. Er leistet somit einen wichtigen Beitrag, um die öffentlichen Haushalte zu finanzieren, wovon wiederum Gäste und Einheimische gleichermaßen profitieren. Doch woran lässt sich der Erfolg messen? Um auf diese Frage genaue Antworten anhand konkreter Zahlen zu erhalten, gab die TTT eine Studie beim DWIF in Auftrag.

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Das Unternehmen zur Tourismusberatung legt folgende Zahlen für das Tegernseer Tal vor: Knapp 300 Millionen Euro Bruttoumsatz generierte der Tourismus 2019 bei 5,57 Millionen Aufenthaltstagen von Tages­touristen und Übernachtungsgästen. Davon ließen 4 Millionen Tagesgäste allein 95 Millionen Euro im Tal – das ist ein Drittel der gesamten touristischen Einnahmen. 1,57 Millionen Übernachtungen von 370.000 Gästen im Gesamtwert von etwa 200 Millionen Euro wurden 2019 erfasst. Von den 24.100 Einwohnern des Tegernseer Tals arbeiten rund 3.900 im Tourismussektor, wenn man die Zahl aller Beschäftigten auf Vollzeitstellen umrechnet. Zu den 640 Beherbergungsbetrieben sind es 200 Gastronomiebetriebe, die von den knapp 300 Millionen Euro Umsatz aus dem Tourismus im Jahr 2019 profitierten, außerdem der Einzelhandel, Ärzte, Therapeuten, Pflegedienste, Handwerksbetriebe und Selbständige sowie sonstige Dienstleister.

Auch die Kommunen freuen sich über Steuereinnahmen aus dem Tourismus, die Investitionen in die In­frastruktur ermöglichen. Sie liegen im Bereich von 1 bis 3 Prozent aus dem touristischen Gesamtumsatz – also bei 30 bis 80 Millionen Euro pro Jahr – und setzen sich aus Steuern, Kurtaxe, Gewerbetourismusabgaben und Parkgebühren zusammen.

Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen sieben Jahre, sind die Übernachtungszahlen um etwa 2 Prozent und ist die Zahl der Tagesgäste sogar um etwa 17 Prozent angestiegen. Schließlich nutzen die Investitionen in den Tourismus nicht nur Gästen. Auch Einheimische profitieren davon, etwa durch ein großes gastronomisches, kulturelles und Freizeitangebot, bessere Gesundheitsversorgung und attraktive Ortsbilder.

Die Auswirkungen der Corona-Krise hat DWIF ebenfalls bereits ausgewertet: Dass die Tourismusbranche hart betroffen ist und sich nur langsam erholen wird, ist eine bittere Pille. Allein in den Monaten März bis Mai bedeutet das einen Verlust durch Umsatzausfall von knapp 50 Millionen Euro im Tegernseer Tal. Insbesondere der noch weiter anhaltende Ausfall von großen Veranstaltungen, Tagungsgästen und Gruppenreisenden wird sich noch lange bemerkbar machen. ksl

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