Rektorin Claudia Horstmann berichtet

Corona-Krise: So lief der Unterricht in der Grundschule Tegernsee

Auch die Grundschule in Tegernsee hat während des Lockdowns schließen und den Unterricht auf Homeschooling umstellen müssen.
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Auch die Grundschule in Tegernsee hat während des Lockdowns schließen und den Unterricht auf Homeschooling umstellen müssen.

Tegernsee – Wie es an der Grundschule in Tegernsee in Zeiten von Corona läuft, hat Schulleiterin Claudia Horstmann jüngst ausführlich im Stadtrat berichtet.

Die vergangenen Monate waren aufgrund der Corona-Pandemie nicht leicht für Schulen und Kindergärten. In Tegernsee hat jüngst Grundschulleiterin Claudia Horstmann im Stadtrat über die Situation vor Ort berichtet.

„Das war teilweise schon grenzwertig“, sagte die Rektorin in Bezug auf das Homeschooling und den Restart unter völlig neuen Bedingungen. Sie untergliederte ihren Bericht in drei Etappen. Am Anfang – von Mitte März bis zu den Osterferien – hätten alle noch gedacht „Das kriegen wir hin“. „Wir sind davon ausgegangen, dass das eine Geschichte von wenigen Wochen wird“, erklärte die Rektorin. Man habe eher provisorisch angefangen mit dem Unterricht für zu Hause.

Nach der Notbetreuung in den Osterferien folgte die zweite Etappe bis zu den Pfingstferien und es zeichnete sich langsam ab, dass Corona wohl doch längere Zeit das Schulleben bestimmen wird. Neben Homeschooling habe es viele Videokonferenzen gegeben. Etwa zwei Drittel der Kinder seien damit erreicht worden. Doch statt Unterricht wurde zum Teil viel erzählt, denn auch für die Grundschüler ist das eine grenzwertige Situation, ihre Freunde kaum zu sehen und aus ihrem regelmäßigen Alltag gerissen zu werden.

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Nach der Notbetreuung in den Pfingstferien habe in einer dritten Etappe wieder gestaffelt der Unterricht beginnen können. „Der Vorteil ist, dass wir eine große Schule und große Zimmer haben“, erläuterte die Schulleiterin. „So mussten wir die Klassen nicht teilen und konnten vier Stunden Unterricht pro Tag anbieten.“ Seit Mitte Juni sind alle Kinder wieder in der Schule. „Sie haben das toll gemacht und fast immer an ihre Masken gedacht“, lobte Claudia Horstmann. „Wir haben schon vor drei Jahren überall Desinfektionsspender installiert. Das war jetzt hilfreich.“

Aufs neue Schuljahr stimmte die Rektorin eher wenig zuversichtlich ein: „Wir gehen davon aus, dass ab September kein Regelbetrieb stattfinden wird.“ Mittlerweile sei man aber auch besser vorbereitet, habe das Digitalprogramm auf den neuesten Stand gebracht, Tablets und Laptops besorgt sowie besseres W-LAN, falls es wieder zu Unterricht via Videokonferenz für die aktuell rund 70 Kinder kommen sollte.

Die Stadträte lobten das Engagement der Lehrkräfte. „Sie haben Großartiges geleistet“, sagte etwa Ursula Janssen (Grüne). „Ich habe da ganz andere Berichte gehört von Eltern aus anderen Schulen.“ Auch Thomas Mandl (SPD) äußerte sich positiv und meinte: „Schön zu hören, dass Sie so gut mit Hardware ausgestattet sind.“ ksl

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