Interesse an Radfahrern

Tegernsee will AGFK beitreten / Bürgermeister informiert über Mietradsystem

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In Otterfing gibt es das Mietradsystem der Münchner Verkehrsgesellschaft bereits. Andere Kommunen wie die Stadt Tegernsee sind noch unentschlossen, ob sie es nutzen wollen.

Tegernsee – Fahrradfreundlich in die Zukunft – nach Bad Wiessee, Gmund und Rottach-Egern plant nun auch die Stadt Tegernsee, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) beizutreten. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Mit dem Beschluss sind zwei Ziele definiert worden: Dem Verein beizutreten und so eine künftige Entwicklung anzustoßen. Es sei gut, dass dies angestoßen werde, erklärte Stadtrat Peter Hollerauer. Er habe in Gmund bereits eine sogenannte Vorbereisung mitgemacht. Dabei findet ein Termin mit Vertretern der AGFK Bayern statt. Einen Tag lang wird der Ist-Zustand aufgenommen und Feedback zu einzelnen Punkten gegeben. „Es ist wesentlich zielführender und sinnvoller, das so zu machen, als auf Eigeninitiative hin“, sagte Hollerauer. „Es ist gut, dass mal alles zusammengefasst wird und wir eine Expertise haben.“

Der jährliche Mitgliedsbeitrag für die AGFK Bayern staffelt sich je nach Größe der Kommunen. Die Stadt Tegernsee zählt rund 3700 Einwohner und müsste folglich 1000 Euro pro Jahr zahlen. Zudem muss Zeit in die Fahrradfreundlichkeit investiert werden. So wird es einen Ansprechpartner geben, der das Projekt betreut, an Treffen der AGFK teilnimmt und vieles mehr. Dies könne er selbst oder jemand anderes sein, erklärte Bürgermeister Johannes Hagn. Zudem gebe es in Tegernsee noch ein Verkehrskonzept, das ebenfalls mit dem neuen Fahrradprojekt abgestimmt werden müsse.

Auch Stadtrat Thomas Mandl (SPD) findet es positiv, wenn man Mitglied beim AGFK wird und das ernsthaft angeht. Zudem drängte er darauf, dass die Vorbefahrung bald gemacht und ein Vertreter des Rathauses als Ansprechpartner benannt werde. Am Ende kam der Stadtrat einstimmig zu dem Ergebnis, Mitglied im AGFK zu werden.

Zudem informierte Bürgermeister Hagn über das Mietradsystem der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), das derzeit in vielen Kommunen diskutiert wird. Er habe an einem Treffen der Rathauschefs zum Thema teilgenommen und signalisiere der Standortmarketing-Gesellschaft des Landkreises Miesbach (SMG) grundsätzliches Interesse. Jedoch will Tegernsee noch abwarten. Der Bürgermeister sieht zwei Probleme: Zum einen gibt es kein Rückverteilungssystem; das heißt, die Räder müssen an der Station abgegeben werden, an der sie ausgeliehen worden sind. Zum anderen sind noch keine E-Bikes im Angebot. Diese sind jedoch für Tegernsee unter anderem wegen der Hanglage wichtig, wären aber erst ab 2021 oder 2022 verfügbar.

Des Weiteren gibt es noch andere, teils elementare Fragen zu klären, zum Beispiel die der Finanzierung. Momentan müssen die Kommunen das Defizit bei den Betriebskosten tragen. Was da genau auf die Städte und Gemeinden an Kosten zukommt, ist noch unklar. Auch habe er bereits mit Fahrradhändlern in Tegernsee gesprochen, berichtete der Bürgermeister. Die Meinungen zu dem MVG-Mietradsystem gingen dabei auseinander, da die Händler vor Ort zum Teil selbst Fahrräder verleihen.ksl

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