68. Tegernseer Kunstausstellung lockt mit 83 Werken ins Alte Schalthaus

Neues und Altbewährtes

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Werner Gruß aus Gmund zeigt in Tegernsee seine edlen Collagen „Künstlerwelt“ und „Die Elemente“.

Tegernsee – „Tegernsee ist und bleibt das kulturelle Zentrum des Tegernseer Tals“, stellte Hans Hagn unmissverständlich fest. Der Bürgermeister fungiert auch als Schirmherr der heuer mit 83 Werken bestückten Präsentation, der umfangreichsten seit Gründung. Die Enge bei der Eröffnung im alten E-Werks-Schalthaus unterstrich den Anspruch des Stadtchefs und bewies, dass auch die 68. Tegernseer Kunstausstellung nichts an Attraktivität verloren hat.

Das wiederum ist ganz im Sinne der Gründungs-Initiatoren der Ausstellung, Olaf Gulbransson, Thomas Baumgartner und Herbert Beck. Nach deren Vorstellung sollte die Tegernseer Kunstausstellung ein bedeutender Teil des kulturellen Lebens im Tegernseer Tal sein, was bis heute gelungen ist. Dank galt Manfred Pfeiler, neuer Chef im E-Werk, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie die Finanzierung des Werkkataloges, den Hans Weidinger und Daniel Glasl konzipiert und gestaltet haben. „Besondere Verdienste hat sich Eva Knevels erworben, die zum dritten Mal in Folge die Fäden als Ausstellungsleiterin ehrenamtlich in Händen hält, aber auch als eine der insgesamt 37 Künstler ausstellt“, lobte Hagn. Die Besucher erwartet bis 3. Oktober (täglich von 14 bis 18 Uhr) bei freiem Eintritt im Alten Schalthaus von Tegernsee eine Begegnung mit ausgewählten Werken aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie – auf professionellem Niveau. Seit Jahrzehnten bekannte Künstlernamen wie Hans Schneider, Hans Weidinger, Klaus Altmann, Kurt Gmeineder, Peter Keck sowie Waltraud Milazzo, und Helga-Lucia Korecki sind ebenso vertreten wie Gastkünstler. Sie bereichern die kreative Vielfalt ganz nach dem Motto, dass die Kunst lebt und sich weiter entwickelt, Neues hinzu kommt und sich Altbewährtes formt. „Sie alle leisten zum Fortbestehen der kulturellen Bedeutung Tegernsees einen wertvollen Beitrag“, würdigte Hagn.

Zum zweiten Mal mit dabei unter den Ausstellenden ist Werner Gruß aus Gmund, ehemals kaufmännischer Geschäftsführer der Papierfabrik Louisenthal. „Obwohl ich mich im Studium für die Betriebswirtschaft und Pädagogik entschied, waren immer wieder Malkurse Bestandteil meiner Freizeit“, berichtete er. Nach Abschluss seiner beruflichen Tätigkeit widmet sich der nun 75-Jährige bevorzugt der abstrakten Malerei in Acryl, aber auch in Öl und in Multimedia, gefestigt durch Unterricht bei Professor Nikolaus Hipp. Mit den drei Werken aus Öl/Holz, denen der weithin bekannte Hans Reiser die Namen „Alter Knacker“, „AD malt ein Selfie“ und „Würdenträger“ gab, lässt der Künstler die Ausstellungs-Besucher schmunzeln.

Am Ende der Vernissage kündigte Bürgermeister Hagn an, dass bereits an der 70. Tegernseer Kunstausstellung gearbeitet wird, im Zusammenwirken mit der in Tegernsee ansässigen Olaf-Gulbransson-Gesellschaft. Man wolle vergessene Künstler ins Bewusstsein rufen. Humorvoll ergänzte der Stadtchef: „Sollten Sie also, liebe Besucher, noch Jemanden aus den 50er und 60-er Jahren daheim hängen haben, so überlassen Sie uns diese Werke bitte als Leihgabe.“

iv

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