Tegernseer Tal: An vier Wochenenden geht‘s mit dem Schiff von Markt zu Markt

Erfolgsgeschichte Adventszauber

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Auf den Adventszauber 2016 stimmen ein (v.l.): Lorenz Höß (Schifffahrt Tegernsee), TTT-Geschäftsführer Christian Kausch, Peter Rie (Gesamtorganisation, Veranstaltungsmanagement TTT) und Heimatführerin Sonja Still.

Tegernsee – Bereits zum fünften Mal in Folge treten die Adventsmärkte rund um den Tegernsee als Einheit auf und locken Besucher jeden Alters an.

Auch in diesem Jahr präsentieren sich Vereine, Gewerbetreibende und Kunsthandwerker mit dem Ziel, den Adventszauber noch glanzvoller werden zu lassen. Ein ganz besonderer Service ist auch heuer wieder das Pendelschiff, das Urlauber, Tagesausflügler und Einheimische von Markt zu Markt bringt.

Dass mit diesem Konzept der richtige Kurs eingeschlagen wurde, dafür sprechen die Zahlen: Nutzten 2012 noch 5000 Besucher den Schiffstransport zu den Märkten, so waren es 2015 bereits 21.000 Fahrgäste. „Die Besucherkurve geht stetig nach oben“, freute sich TTT-Geschäftsführer Christian Kausch jüngst bei der Vorstellung des 2016er Adventszauber-Programms im Tegernseer Café Westerhof. Es sei die „einzigartige Kombination aus Markt und See“, die den Erfolg ausmache. In Verbindung mit der Seenschifffahrt habe das Ganze ein „Alleinstellungsmerkmal“, hob Kausch hervor.

An allen vier Adventswochenenden pendeln die Schiffe von Markt zu Markt. Am zweiten und dritten Adventswochenende werden zusätzliche Schiffe eingesetzt. „Auf diese Weise wollen wir Engpässe vermeiden“, erklärte Lorenz Höß, Betriebsleiter der Schifffahrt Tegernsee. Damit die Beförderung so reibungslos wie möglich über die Bühne geht, wird heuer ein Tagesticket für sieben Euro angeboten. Lediglich am ersten und vierten Adventswochenende kann auch ein Einzelfahrschein für vier Euro gelöst werden. Kinder bis zwölf Jahre fahren in Begleitung einer Aufsichtsperson kostenfrei mit. Die Fahrscheine beziehungsweise Bänder für das Tagesticket gibt es auf den jeweiligen Adventsmärkten am Stand der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). Das Pendelschiff-Ticket gilt übrigens auch in den RVO-Bussen. Das sei praktisch, wenn man nach dem Adventsmarkt noch im jeweiligen Ort einkehren und zu späterer Stunde an seinen Ausgangspunkt zurückkehren möchte, meinte Peter Rie von der TTT.

Bei den Adventsmärkten setze man ganz klar auf „Regionalität“, betonte Kausch und Martin Goldhofer, weithin bekannter Holzkugel-Schnitzer aus Rottach-Egern, unterstrich: „Wir sind kein XXL-Zauber.“ Das Besondere an den Märkten sei die ausgewogene Mischung. Deshalb gelte auch die Faustregel: Zwei Drittel Kunsthandwerk und ein Drittel Gastronomie. „Die Vielfalt ist uns ganz wichtig“, machte Goldhofer deutlich. Er ist einer von knapp 30 Stand-Betreibern am Rottacher-Advent. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Zählung habe ergeben, dass der Seeadvent Bad Wiessee 3000 Besucher, der Rottacher Advent mehr als 5000 und der weihnachtliche Schlossmarkt Tegernsee über 7000 Besucher angelockt habe, berichtete Rie und merkte an, dass 54 Prozent der Gäste aus dem weiteren Umland und dem Großraum München an den Tegernsee gekommen seien. Was den Touristiker besonders freut, ist, dass sich die Zahl der Gäste, die nur wegen der Märkte kommen, seit 2012 um über 20 Prozent erhöht habe und auch die Übernachtungszahlen um gut sechs Prozent zulegten. „Wir haben den Nerv der Besucher getroffen“, zeigte sich Rie beim Pressetermin überzeugt. Die TTT sei bemüht, verstärkt den Übernachtungsgast zu gewinnen. An den Märkten selbst werde stetig gefeilt, die Reise werde dorthin führen, dass an allen vier Wochenenden, Samstag und Sonntag, die Märkte in Bad Wiessee, Rottach-Egern und Tegernsee angeboten werden. Insgesamt sei man aber darauf bedacht, dass der Adventszauber nicht zu groß werde. Schließlich soll seine Einzigartigkeit bewahrt bleiben.

Wer aus erster Hand Wissenswertes über Orte, Menschen und Brauchtum erfahren möchte, der sollte mit den Tegernseer Heimatführern auf Erkundungstour gehen. Die jeweils dreistündigen Führungen finden an allen vier Adventssamstagen statt, wobei natürlich auch ein Marktbummel nicht fehlen darf. „Bei uns kann man den Advent riechen und spüren“, kündigte Sonja Still, eine der Tegernseer Heimatführerinnen, an.

Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich eine Fahrt mit der historischen Dampflok, die, am 4. Dezember zwischen Tegernsee und Holzkirchen pendelnd, die Faszination des früheren Reisens erlebbar macht.

Termine für den Adventszauber am Tegernsee: Alle Märkte sind von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Ausnahmen sind der für 26. November anberaumte Christkindlmarkt in Dürnbach, der von 12 Uhr bis 19 Uhr stattfindet sowie der Gmunder Nikolausmarkt, der am 4. Dezember bereits um 10 Uhr beginnt und um 18 Uhr endet. Rottacher Advent: 26. November, 3. und 4. Dezember, 10. und 11. Dezember sowie 17. und 18. Dezember. Seeadvent Bad Wiessee: 26. November, 3. und 4. Dezember sowie 10. und 11. Dezember. Weihnachtlicher Schlossmarkt Tegernsee: 3. und 4. Dezember, 10. und 11. Dezember sowie 17. und 18. Dezember. Abwinkler Advent: 27. November.

Anmerkung: Zu den Märkten in Abwinkl, Dürnbach und Gmund verkehrt kein Pendelschiff.

rei

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