Erstmals online informiert

Thema Wohnen bewegt bei Bürgerversammlung in Gmund

Bürgerversammlung in Gmund
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Erstmals fand die Bürgerversammlung in Gmund digital statt. Bürgermeister Alfons Besel sprach vor laufender Kamera.

Gmund – Zum ersten Mal hat Bürgermeister Alfons Besel nur online eine Bürgerversammlung abgehalten. Die Gmunder chatteten angeregt mit der Gemeinde.

330 Zuschauer, 50 Chat-Anfragen, acht schriftliche Anträge beziehungsweise Erkundigungen im Vorfeld – zum ersten Mal fand vor Kurzem die Bürgerversammlung in Gmund digital statt. Vor der laufenden Kamera eines Film-Teams berichtete Bürgermeister Alfons Besel über die Entwicklungen und Ereignisse in der Gemeinde.

„So viele hätten im Neureuthersaal gar nicht Platz gehabt“, freute sich Besel über die rege Online-Teilnahme der Bürger. Bei technisch einwandfreier Übertragung führte der Rathauschef eine gute Stunde lang souverän durch die virtuelle Versammlung. Gerne nahmen die Gmunder auch das Angebot wahr, mit der Kommune zu chatten.

Besonders gehäuft traten dabei Fragen zum Thema Wohnen auf. Die Zuschauer im Netz wollten vor allem wissen, was vonseiten der Gemeinde geplant sei, um der Wohnungsnot zu begegnen. „Ich denke, wir sollten den kommunalen Wohnungsbau nochmals in Angriff nehmen“, sagte Besel und hob hervor: „Es gibt hier hohe Fördergelder.“ Der Gemeinderat werde in Klausur gehen und sich eingehend mit der Wohnungssituation befassen, verkündete der Bürgermeister am Stehpult.

Klausurtagung zum Thema Wohnen in Gmund

Eine Tagung allgemein zur Schwerpunktsetzung und Strategie des Gemeinderats in der aktuellen Legislaturperiode hat inzwischen im Neureuthersaal stattgefunden. „Das Ratsgremium war vollzählig anwesend“, berichtet Besel und lobt die gute und konstruktive Arbeitsatmosphäre.

Bei der zweitägigen Klausur sei es unter anderem auch um neue Wohnformen, Flächenmanagement und Innenentwicklung gegangen. Wie der Gmunder Rathauschef erläutert, habe man sich dem Zusammenfinden von Baugruppen gewidmet, bei der künftige Bauherren unterschiedlichste Wohnprojekte gemeinsam verwirklichen.

Auch Hybridformen möglich in Gmund

Besel bringt in diesem Zusammenhang auch Hybridformen aufs Tablett und macht deutlich: „Wir müssen gewohnte Denkweisen verlassen und Barrieren in unseren Köpfen abbauen.“ Wenn man von neuen Wohnformen und Baugruppen spreche, müsse man sich natürlich auch Gedanken in puncto Gestaltung und Landschaftsverträglichkeit machen. „Deshalb ist es erforderlich, eine Art Bedarfsbörse zu schaffen“, zeigt der Bürgermeister auf.

Erklärend fügt er hinzu, dass ein zeitlich begrenztes Vermittlungsbüro eingerichtet werden soll, in dem alle Fäden zusammenlaufen. Speziell zum Thema bezahlbarer Wohnraum sei ein eigenes Strategietreffen geplant. Besel: „Das Thema ist so wichtig wie herausfordernd. Wir wollen es mit Nachdruck angehen und alles versuchen, was in unserer Macht als Gemeinde steht, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“

Bereits Fahrt aufgenommen hat das Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“, an dem Gmund beteiligt ist. Dabei erarbeitet jede der involvierten Kommunen – insgesamt nehmen drei Landkreise und davon acht Gemeinden am besagten Projekt teil – ein für sich individuelles Konzept.

„Man tauscht sich darüber aus und lernt voneinander. Aus den Ideen und Erkenntnissen der Modellgemeinden soll schließlich eine Strategie für die gesamte Region entstehen“, erklärt Besel und merkt abschließend an: „Baukultur ist mehr als Architektur, sie stellt auf das Allgemeinwohl ab. Es geht um hochwertige Lebensräume, um ein gebautes Miteinander von uns – für uns.“ rei

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