Tieferlegung der Bundesstraße 318 bringt Warngau mehr Lebensqualität

Ein Tag der Freude“

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Das „Mausloch“ im Rücken soll nicht nur bildlich bald der Vergangenheit angehören: (v.l.) Leiter Straßenbau des Staatlichen Bauamtes Rosenheim Christian Rehm, Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern Maria Els, Bürgermeister Klaus Thurnhuber, stellvertretende Landrätin Ingrid Pongratz, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan beim Spatenstich zur Tieferlegung der B 318 in Warngau.

Osterwarngau – Mit dem Spatenstich für den Umbau der Anschlussstelle Warngau wurde ein Meilenstein für die Verkehrsentlastung im Oberland und für mehr Lebensqualität der Warngauer Bürger ins Rollen gebracht.

Kernstück ist dabei die Absenkung der Bundesstraße 318 auf einer Länge von 900 Metern. Die bisherige Kreuzung mit der Kreisstraße MB 19 wird durch eine Überführung ersetzt. Gleichzeitig wird eine Grünbrücke errichtet, die der Trennung des Ortes durch die vielbefahrene Bundesstraße entgegenwirken und einen höheren Lärmschutz bieten soll. Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen 6,4 Millionen Euro. 1,8 Millionen Euro davon trägt die Gemeinde Warngau. Die Fertigstellung soll im Herbst 2017 sein. „Eine höherwertige Straße tieferzulegen ist schon etwas Besonderes, aber in diesem Fall ist es genau das Richtige“, scherzte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vor rund 200 Gästen. Er bezeichnete das Projekt weiter als eine optimale Lösung die durch eine gemeinsame Finanzierung von Bund und Gemeinde ermöglicht wurde: „Der Umbau der B 318 ist ein wichtiger Meilenstein für mehr Mobilität im Oberland. In Zukunft wird die B 318 bei Warngau kreuzungsfrei, was den Verkehrsfluss und die Sicherheit auf Bundes- und Kreisstraße deutlich verbessert. Davon profitieren Anwohner, Pendler und Urlauber sowie die gesamte Region.“ 

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte zum Baubeginn: „Das ist ein Tag der Freude! Damit wird die Lebensqualität in Warngau endlich entscheidend verbessert.“ Dass das Projekt nun umgesetzt werden kann, sei Aigners Meinung nach auch den relativ problemlosen Abtretungen der Grundbesitzer im Sinne des Gemeinwesens zu verdanken gewesen. 

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber zeigte sich vom Beginn der Bauarbeiten sichtlich bewegt: „Das Warten hat endlich ein Ende!“ In einem kurzen Rückblick ging er auf die Geschichte der 1928 erbauten Straße ein. Von den Blechlawinen die sich heute tagtäglich und speziell an den Wochenenden darauf bewegen konnten sich die Planer damals sicherlich keine Vorstellung machen. Aber schon 1962 war der Verkehr derart angewachsen, dass ein Antrag der Gemeinde auf Entlastung an den Landtag verfasst wurde, in dem es unter anderem hieß: „Das Queren der Straße für Erntearbeiten an Sonn- und Feiertagen ist kaum mehr möglich.“ Als Provisorium wurde dann schließlich 1964 das sogenannte „Mausloch“ unter der B 318 als einspurig zu befahrende Röhre gebaut. Nach über 50 Jahren gehören dieses Nadelöhr und der darüber liegende Unfallschwerpunkt jetzt bald der Vergangenheit an.

Nach Aussage von Baudirektor Christian Rehm, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Rosenheim, lagen im Landkreis Miesbach bisher zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen brach. Das soll sich Dank des am 3. August vom Bundeskabinett beschlossenen Bundesverkehrswegeplans 2030 ändern. Dies bestätigte Dobrindt und sagte, dass speziell Holzkirchen, Waakirchen und Gmund in den vordinglichen Bedarf aufgenommen wurden. Dabei verwehrte sich Dobrindt entschieden gegen Vorwürfe aus anderen Bundesländern: „Wenn die anderen Länder kaum bis keine baureifen Projekte vorweisen können, fließt natürlich mehr Geld für ausgeplante Maßnahmen nach Bayern.“

hac

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