Richtige Hilfe

Tierschützer geben Tipps bei gefundenen Rehkitzen

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Dieses Kitz wurde Ende Mai an der Weissach gefunden. Der Tierschutzverein rät, die Tiere nicht einfach mitzunehmen.

Rottach-Egern – Einsam und scheinbar verlassen fiept ein Rehkitz im Gras nach seiner Mutter. Eine solche Szene dürfte die wenigsten kalt lassen. Mancher will ihm helfen, wird gar befürchten, das junge Reh sei verlassen worden oder die Mutter umgekommen und streichelt es oder nimmt das Kitz mit den besten Absichten gar gleich ganz mit. Davon rät der Tierschutzverein im Tegernseer Tal ab.

Erst Ende Mai hat es wieder einen solchen Fall gegeben, bei dem ein scheinbar verlassenes Reh an der Weissach entdeckt wurde. Für das Kitz konnte mittlerweile ein Pflegeplatz organisiert werden, erklärt die Tierschutzvereins-Vorsitzende Johanna Ecker-Schotte. „Dies nehmen wir nochmal als Anlass, um nochmals auf die gebotene Rücksichtnahme auf unser heimisches Wild hinzuweisen.“ Denn: „Störungen jeglicher Art, bedingt durch Mensch oder Hund“, können für den tierischen Nachwuchs den Tod bedeuten. So ein junges Kitz habe in der Regel keinen Eigengeruch, kann also von Beutejägern nicht ausgemacht werden. Hat es Hunger, fiept es nach der Mutter. Doch genau das führe immer wieder zu gutgemeinten Rettungsversuchen, erklärt Ecker-Schotte. Wichtig sei, das Tier nicht zu berühren und es am Fundort zu lassen oder dorthin zurückzubringen. Weil es aber durchaus sein könne, dass das Muttertier verletzt oder tot sei, bittet der Tierschutzverein entweder ihn unter Telefon 08022/5466 oder die Polizei zu benachrichtigen. Der zuständige Jäger und im konkreten Notfall eine Anlaufstelle werden dann informiert.

Hartnäckig halte sich zudem der Glaube, dass das Kitz nach Berührungen durch den Menschen von der Mutter nicht mehr angenommen werde: „Mutterliebe schlägt alles“, sagt Christine Miller vom Verein Wildes Bayern. „Aus vielen Beobachtungen weiß man,dass die Mutterliebe durchaus über diese seltsamen Gerüche siegen kann.“ Die Tierschützer raten, keine Wiesen, Weiden und Schutz- und Ruhezonen an Ufern zu betreten: „Geben Sie dem ,wilden Nachwuchs‘ eine Überlebenschance!“she

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