Toller Jahrgang ist ein Haufen von Idealisten

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LEONHARD OBERMÜLLER, Miesbach – „Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt“, resümierte Realschul-Rektorin Johanna Tojek-Rieth stolz: 195 von 200 Zehntklässlern haben die Abschlussprüfungen bestanden, stattliche 97,5 Prozent. 24 Schüler schlossen sogar mit einem Notendurchschnitt unter 2,0 ab. „Feiert’s gscheid, des habt’s eich verdient!“, rief dann auch Georg von Preysing, stellvertretender Landrat, den erfolgreichen Absolventen in seiner launigen Rede zu. Es war eine gelungene Abschlussfeier, die jüngst im Waitzinger Keller den Schlusspunkt setzte unter „sechs harte, aber schöne Jahre“, wie es die Schülersprecher Sabrina Schwarzkopf und Sandro Hegenbarth formulierten. In ihrem Rückblick erinnerten sie sich, wie sie die „Idylle der Grundschule“ verlassen mussten und in den „dunklen und grauen Gemäuern auf riesige Zehntklässler, die uns belächelt haben“, getroffen waren. Sie dankten den Lehrern für „viel Geduld mit uns und die gemeinsame Leidenszeit“. Zum Schluss gab es Blumen und Küsschen für die Schulleiterin und die Sekretärinnen: „Wir möchten diese Zeit nicht missen! Danke für alles!“ Zwischendurch wurde es aber auch politisch: Tojek-Rieth erinnerte in ihrer Rede an den „leider nicht erfolgreichen Einsatz für einen Neubau“. Stattdessen musste der Unterricht ab dem vergangenen Schulhalbjahr im Containerdorf stattfinden, während die alte Schule generalsaniert und erweitert wird. Preysing gestand ein, dass die Umstellung auf die mobilen Klassenzimmer „nicht lustig“ sei, warb aber um Verständnis: „Dafür wird der Umbau fast ein Neubau sein“. Davon profitiert der scheidende Jahrgang zwar nicht mehr, aber Schülersprecher Hegenbarth beschrieb den Umzug ins „Lego-Dorf“ als „Highlight der Schulzeit“. Auch wenn sicher nicht alles perfekt sei, sagte er: „Wir fühlen uns wohl“. Großen Anteil daran hatte wohl Hausmeister Hans Kirchberger, der zwar nicht anwesend war, aber bei jeder Erwähnung donnernden Applaus erntete. „Ohne ihn wäre die Schule aufgeschmissen“, befanden die Schülersprecher. Lob erhielten indes auch die Schüler von den Rednern. Konrektor Martin Jäger freute sich über den „tollen Jahrgang“ und gratulierte ebenso wie Elternbeirats-Vorsitzender Balthasar Mainwolf zum Bestehen der Prüfungen. Rektorin Tojek-Rieth lobte den „bunten Haufen von Idealisten“: Sie hätten sich „ein hohes Maß an Schlüsselqualifikationen“ erworben. Diese seien bei Arbeitgebern „als Kapital genauso gefragt wie das beachtliche Wissen, das ihr euch angeeignet habt“, sagte die Schulleiterin. „Aber ruht euch nicht auf den Lorbeeren aus, und bildet euch ständig weiter!“ Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Wooden Brass Band, dem Schulchor, der Percussion Group sowie Alexandra Magritsch an der Harfe. Bei dem humorvollen Sketch „Schleicht’s Eich“ konnten die Schüler der Theater- und Tanzgruppen ebenso ihr beachtliches Talent unter Beweis stellen wie später die Akrobaten und der Schulchor.

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