Trainiert und fit bis in die Augenwinkel

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MARTINA FISCHER, Irschenberg/Landkreis – Spieler, Schiedsrichter, Trainer: Johannes Maier kennt den Fußball aus allen drei Perspektiven. Vor fünf Jahren stellte Das Gelbe Blatt ihn schon einmal vor, als jüngsten Unparteiischen Oberbayerns vor. Damals war Maier zwölf. Seitdem hat er seine Laufbahn stringent weiterverfolgt. Nach Einsätzen im Jugendbereich pfiff Maier bereits mit 15 Jahren Erwachsenenspiele. Heute gehört er, inzwischen 17-jährig, dem Förderkader Kreisliga in seiner Schiedsrichtergruppe an. Die umfasst die Landkreise Bad Tölz und Miesbach sowie südliche Teile des Kreises München. Erneut ist der Irschenberger Jüngster in seiner Gruppe, pfeift Spiele bis zur Bayernliga A-Jugend und zur Bezirksoberliga Herren. „Den Reiz sehe ich in der Ehrenamtsfunktion und in meiner Hauptaufgabe, die Gesundheit der Fußballer zu schützen“, erklärt der Irschenberger. Dafür müssen die Spielregeln eingehalten werden und es ist Maiers Aufgabe, das zu überwachen. Und das ist durchweg anstrengend. In Bruchteilen von Sekunden müssen die richtigen Entscheidungen getroffen werden, da diese später kaum revidiert werden können. Neben einem geschulten Auge und guter Beobachtungsgabe benötigt ein Schiedsrichter aber auch Laufvermögen, ein optimales Stellungsspiel und deshalb jede Menge Fitness. Ständige Weiterbildung und Training sind gefragt. Das kennt der Jugendliche bereits als Fußballer und als Trainer der E-Jugend seines Heimatvereins TSV Irschenberg. Die Schiedsrichterei sei aber die anstrengendste Aufgabe, findet Maier. Der Grund: 90 Minuten lang ist Dauerkonzentration nötig, zudem muss er ständig versuchen auf Ballhöhe zu bleiben. „Zehn Kilometer Laufstrecke sind dabei in einem schnellen Kreisligaspiel realistisch“, schätzt der 17-Jährige. Sehr positiv bewertet er die Zusammenarbeit mit den Schiedsrichterkollegen und der Vorstandschaft einschließlich der Lehrwarte, wegen deren Hilfestellungen und konstruktiver Kritik. Eben jenen respektvollen Umgang will er auch auf das Spielfeld transferieren. Seine Tätigkeit ist dabei für den Verein auch ein monetärer Gewinn. Denn: hätte er nicht ausreichend Unparteiische, müsste er Abgaben an den Bayerischen Fußballverband bezahlen. Kann die Schiedsrichtertätigkeit auch positive Auswirkungen auf das Berufsleben haben? Das empfindet der 17-Jährige durchaus so. Man lerne den sozialen Umgang mit Menschen in schwierigen Situationen, Führungsqualität, Durchsetzungsvermögen und Selbständigkeit.

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