Neue Strecke

Trasse für Radweg von Ostin nach Hausham in Gmund vorgestellt

Staatsstraße St2076 von Ostin nach Hausham
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Fünf Kilometer sind es von Ostin nach Hausham. In einigen Jahren soll parallel zur Straße ein Radweg verlaufen.
  • VonKatja Schlenker
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Gmund – Ein Radweg entlang der St2076 zwischen Hausham und Ostin wird schon länger geplant. Nun wurde im Gmunder Gemeinderat eine neue Trasse präsentiert.

Die überarbeitete Trasse des Radwegs zwischen Ostin und Hausham ist jüngst in der Sitzung des Gmunder Gemeinderats präsentiert worden. Ursprünglich sollte die Strecke über das Freizeitgelände am Oed­berg führen. So wird es nun aber nicht kommen.

Angenehm ist es für Radfahrer, die zwischen Ostin und Hausham unterwegs sind, derzeit nicht. Entweder müssen sie auf der viel mit Autos befahrenen Staatsstraße 2076 radeln oder den anspruchsvollen Radwanderweg nahe dem Oedberg nehmen. Nun wurde eine neue Strecke den Gemeinderäten in Gmund vorgestellt.

Trasse über das Freizeitgelände Oedberg

Klar ist: „Die Trasse über das Freizeitgelände Oedberg würde aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde einen unüberwindbaren Konfliktpunkt schaffen“, wie Bürgermeister Alfons Besel erläuterte. „Östlich des Oedbergs müsste der bestehende Weg nach Unterschuss zur Realisierung des Radwegs entsprechend ausgebaut werden.“

Die Folge: In diesem Bereich müssten zahlreiche Bäume und Gehölze entlang des bestehenden Wegs und des Schußbachs weichen. Diese sind jedoch zentrale Elemente der regional als besonders schützenswert erachteten Haglandschaft. Dieser Konfliktpunkt sei laut den Experten bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Miesbach so weitreichend, dass die Gemeindevertreter nun dazu aufgefordert seien, die Trasse nördlich der Staatsstraße zu verlegen.

Radweg nördlich an der Staatsstraße

Ein weiterer Aspekt: Die Trasse über das Freizeitgelände am Oed­berg ist zum einen ein Umweg und zum anderen auch ein viel besuchter Ort in Gmund. Alltagsradler werden diesen Bereich eher meiden und auf der Staatsstraße bleiben – Radweg hin oder her.

Anhand dieser Argumente ist nun eine neue Strecke erarbeitet worden. Der 2,5 Meter breite und asphaltierte Radweg wird nördlich an der Staatsstraße verlaufen – mit einem 75 Zentimeter bis 1,75 Meter großen Grünstreifen dazwischen als Abstand, je nach Platz. Die Trasse beginnt am Abzweig zur Ostiner Siedlung.

Bushaltestelle an St2076 wird verlegt

Die Bushaltestelle zwischen Gmund und Hausham wird infolge um etwa 200 Meter nach Osten verlegt. An dieser Stelle wechselt der Radweg mithilfe einer Verkehrsinsel auf die südliche Seite und führt dort weiter entlang der Staatsstraße bis zum ehemaligen Netto in Hausham.

Knapp 5 Kilometer lang ist das Baufeld. Was die Kosten angeht, konnte noch keine konkrete Aussage getroffen werden. Fest steht: Da der Radweg entlang der St2076 verläuft und für diese der Freistaat zuständig ist, werde dieser auch für das Projekt aufkommen. Lediglich Kosten für Planung und Grundstückserwerb müssen die beteiligten Gemeinden aus eigener Tasche zahlen.

Ende Juni habe es einen ersten Kontakt mit den Grundstückseigentümern gegeben, berichtete Bürgermeister Alfons Besel und sprach von einem wohlwollenden Gesprächsklima. Alles weitere würde sich ergeben, wenn nun konkrete Verhandlungen geführt werden. Zu den Grundstückspreisen, mit denen in die Verhandlung gegangen wird, konnte der Bürgermeister noch nichts sagen.

Bau in zwei bis drei Jahren geplant

Aus dem Gremium kamen noch Anmerkungen, nachdem der Planer das Projekt vorgestellt hatte. „Ich finde grundsätzlich gut, dass es weitergeht“, sagte etwa Franz von Preysing (CSU). Toll fand er die Querungshilfe nahe der Bushaltestelle, da der Bereich auch Schulweg für die Kinder dort sei. Widersprüchlich fand er hingegen, dass zwar keine Bäume gefällt werden sollen, dafür aber neue Fläche für den asphaltierten Radweg versiegelt werde.

Wie Alfons Besel sagte, sei geplant, den Radweg zwischen Ostin und Hausham in zwei bis drei Jahren zu verwirklichen. Damit würde ein Wunsch in Erfüllung geht, von dem nun bereits seit über 20 Jahren die Rede ist. ksl

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