Ausstellung gerettet

Trotz Corona: Raiffeisenbank bietet Gmundart Platz für Kunstwerke

Die Gmundart-Künstler zeigen gemeinsam mit Witwe Erika Zöllner (l.) Werke von Waki Zöllner. Vorstand Mirko Gmeineder macht die Ausstellung in der Raiffeisenbank möglich.
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Die Gmundart-Künstler zeigen gemeinsam mit Witwe Erika Zöllner (l.) Werke von Waki Zöllner. Vorstand Mirko Gmeineder macht die Ausstellung in der Raiffeisenbank möglich.

Gmund – Trotz Corona stellen die Gmundart-Künstler im Dezember Werke von Waki Zöllner aus. Die Raiffeisenbank in Gmund macht es möglich.

Für die Gmundart-Künstler sah es heuer nicht gerade rosig aus. Sowohl ihre jährliche Ausstellung im Jagerhaus als auch die Tegernseer Kunstausstellung konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Nun aber kam vonseiten der Raiffeisenbank Gmund die erhoffte Rettung.

Hans Weidinger, Ausstellungsleiter der „Gmundart“ und Mitorganisator der Tegernseer Kunstausstellung, bedauert zutiefst, dass in diesem Jahr beide Veranstaltungen der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sind, erklärt jedoch: „Eine Ansteckungsgefahr war uns – auch mit Hygienekonzept – in den Räumen dort zu groß.“ Auf der Suche nach geeigneten Präsentationsflächen wandten sich die Gmundart-Künstler deshalb an die Leitung der Raiffeisenbank in Gmund, die spontan Schalterhalle samt Empore für Einzelausstellungen zur Verfügung stellte. „Wir geben damit den Gmundart-Künstlern die Möglichkeit, sich in unseren Räumen zu präsentieren und so auch in Corona-Zeiten ihre neuesten Kunstwerke zu zeigen“, sagt Mirko Gmeineder, Vorstand der Genossenschaftsbank, und macht zugleich deutlich: „Selbstverständlich sind auch hier die Abstandsregeln sowie die Maskenpflicht zu beachten.“

Derzeit gibt es nun an der Wiesseer Straße 16 zu den üblichen Öffnungszeiten um die 20 Bilder und Skulpturen des vor fünf Jahren verstorbenen Künstlers Waki Zöllner zu sehen. Er lebte seit 1980 in Gmund und wäre am 7. Dezember 85 Jahre alt geworden.

„Seine farbenfrohe Malweise und der Schuss verborgenen Humors in seinen Werken lassen den Betrachter in eine fröhlich bunte Welt eintauchen, wobei sich so manches Detail oft erst auf den zweiten Blick erschließt“, beschreiben die Gmundart-Künstler. Sie heben hervor, dass der Bildhauer und Maler weltweit ausgestellt habe sowie in vielen bedeutenden Museen und Sammlungen zu finden sei. „Er gestaltete den ersten U-Bahnhof im Olympiazentrum in München, konzipierte das BMW-Museum und das größte künstliche Schwimmkörper-Atoll weltweit“, heißt es weiter. Nicht zuletzt habe Zöllner auch den Marmorbrunnen mit Bronzeskulpturen in der Schalterhalle der Raiffeisenbank gestaltet.

Neben Zöllners Werken können noch bis einschließlich Freitag, 18. Dezember, auch fünf Glasobjekte der Künstlerin Ursula-Maren Fitz bestaunt werden, die in den beleuchteten Treppennischen perfekt in Szene gesetzt sind. „Nach einer Pause geht es dann Mitte Januar mit unseren Ausstellungen in der Raiffeisenbank weiter“, kündigt Hans Weidinger an und lässt wissen, dass dort jeweils im vierwöchigen Rhythmus verschiedene Werke wechselnder Gmunder Künstler zur Schau kommen sollen. „Wir sind sehr froh und dankbar, hier Bilder und Skulpturen präsentieren zu dürfen“, sagt Gmundart-Ausstellungsleiter Hans Weidinger. rei

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