Zugführer mit 15 Passagieren an Bord

Unfall an Bahnübergang in Fischbachau: Zug kollidiert mit Lkw

Eine Bahnschranke nach einem Unfall.
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Eine Bahnschranke nach einem Unfall.

Fischbachau – Ein Zug der Bayerischen Regiobahn ist an einem Bahnübergang in Fischbachau mit einem Lkw kollidiert. 15 Passagiere waren zu der Zeit im Zug, berichtet die Polizei.

Am Freitag (13. November), kurz nach 12 Uhr, ereignete sich am Bahnübergang Hagnbergstraße in Hammer/Fischbachau ein schwerer Unfall. Ein Lkw aus Wolfratshausen wollte an dem Bahnübergang in Richtung Bayrischzell fahren, als zeitgleich ein Zug der Bayerischen Regionalbahn diesen ebenfalls in Richtung Bayrischzell kreuzte.

Nach ersten Informationen wollte der 31-jährige Lkw-Fahrer noch vor dem Zug die Gleise passieren, als dessen Fahrzeug mittig vom Zug erfasst und zirka 15 Meter weit mitgeschleift wurde. Dort blieben dann Zug und Lkw ineinander verkeilt liegen. Durch den Aufprall erlitt der Fahrer des Lkw einen Schock, während die 15 Passagiere, die sich zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes im Zug befanden, unverletzt blieben. Der Zugführer wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehr als 210.000 Euro, darunter allein 150.000 Euro am Triebwagen der Bayerischen Regionalbahn.

Bei der Bergung des Lkw kam unter anderem ein Schwerlastkran zum Einsatz, der den Lkw so sicherte, dass dieser nicht weiter die Böschung hinabrutschen konnte. Anschließend wurde der Lkw mittels Seilwinde zurück auf die Hagnbergstraße gezogen. Die gesamte Bergung dauerte zirka drei Stunden.

Vor Ort waren etwa 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Fischbachau, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ambulanz Rosenheim, der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der Verkehrspolizei Rosenheim und der Polizeiinspektion Miesbach. Gegen den Fahrer des Lkws wurde ein Strafverfahren bezüglich fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Aufgrund der schwerwiegenden Schäden am Bahnübergang Hagnbergstraße wird dieser bis zum Instandsetzen gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Der Bahnverkehr in Richtung Bayrischzell ist dadurch nicht eingeschränkt.

A8 am Irschenberg: Elektroschocker dabei

Ein Elektroschockgerät stellten Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Raubling am Freitag (13. November) sicher. Die Fahnder kontrollierten an der Autobahn A8 am Irschenberg einen BMW mit deutscher Zulassung. Der Fahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen und erklärte, auf dem Weg von der Türkei zu seinem Wohnort nach Ingolstadt zu sein.

Diesen Elektroschocker hatte der 29-Jährige am Irschenberg dabei.

Auf die Frage der Beamten, ob er Waffen oder verbotene Gegenstände dabei habe, deutete der 29-Jährige auf einen Elektroschocker, der sich griffbereit in der Ablage seiner Fahrertüre befand.

Die Polizisten gaben dem Mann Recht, dass es sich um einen verbotenen Gegenstand handelt und stellten das Gerät sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der gebürtige Türke seine Heimreise fortsetzen, wird sich aber wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz verantworten müssen.

Parkplatz Seehamer See an der A8: Straftäter verhaftet

Schleierfahnder der Grenzpolizeistation Kreuth brachten am Wochenende einen verurteilten Straftäter hinter Gitter. Der gebürtige Deutsche war am Samstag (14. November) auf der A8 in Richtung München unterwegs, als ihn die Fahnder am Parkplatz Seehamer See zu einer Kontrolle anhielten.

Dabei stellten die Beamten fest, dass die Staatsanwaltschaft Tübingen nach dem 55-jährigen Frührentner fahndete. Er war bereits 2018 wegen Nötigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die er aber nicht bezahlt hatte.

Auch jetzt konnte der Mann, der etliche Monate in Neapel verbrachte, den niedrigen vierstelligen Euro-Betrag nicht beibringen. Die Polizisten brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt, wo er für die kommenden 34 Tage eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen muss. ksl

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