Polizei und Feuerwehr im Einsatz

Schlimmer Unfall auf der A8: Ersthelferin eingeklemmt und schwer verletzt

Notaufnahme Symbolbild
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Eine Ersthelferin wurde auf der A8 nahe Weyarn eingeklemmt und schwer verletzt.

Weyarn – Einen schweren Unfall hat es am Sonntag auf der A8 nahe Weyarn gegeben. Mehrere Personen sind zum Teil schwer verletzt worden.

Am Sonntag (10. Januar) kam es gegen 16 Uhr auf der A8 auf Höhe der Anschlussstelle Weyarn in Fahrtrichtung Salzburg zu einem schweren Unfall zwischen drei Fahrzeugen, berichtet die Autobahnpolizeistation Holzkirchen. Nach bisherigem Ermittlungsstand kam es zunächst zu einem Auffahrunfall auf dem mittleren von drei Fahrstreifen, wobei ein 60-Jähriger aus Heilbronn mit einem Mercedes-Transporter auf den Volvo eines 42-jährigen Münchners aufgefahren war.

Eine 43-jährige Münchnerin wollte Erste Hilfe leisten, hielt dazu am Seitenstreifen an und begab sich daraufhin zu den beiden auf dem mittleren Fahrstreifen stehenden Fahrzeugen. „Aus bislang ungeklärter Ursache, vermutlich jedoch dem Umstand geschuldet, dass die Unfallstelle noch nicht abgesichert werden konnte, fuhr daraufhin eine ebenfalls aus München stammende 73-Jährige mit ihrem BMW hinten auf die beiden stehenden Fahrzeuge auf und quetschte die 43-jährige Ersthelferin zwischen den beiden stehenden Autos ein“, schildert die Polizei.

Zustand der Ersthelferin stabil

Die Frau erlitt schwerste Verletzungen und wurde umgehend mittels Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. „Trotz allem gebührt den Feuerwehren aus Bayern, die mit 26 Fahrzeugen als Hilfstransport in Richtung Kroatien unterwegs waren, großer Dank“, erklärt die Polizei. „Sie kamen quasi als erste spezialisierte Helfer an die Unfallstelle und trennten die beiden verkeilten Fahrzeuge, um die schwer verletzte Ersthelferin zu befreien. Trotzdem verlor die Frau ein Bein und erlitt multiple weitere Verletzungen.“ Nach letzten Erkenntnissen sei ihr Zustand aber stabil.

Im Mercedes-Kleintransporter wurden sowohl Fahrer als auch Beifahrer leicht verletzt. Sie wurden beide zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Ebenfalls schwer verletzt wurde die 73-jährige Münchnerin. Auch sie wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Ihr Ehemann, der Beifahrer war, sowie der Fahrer des Volvo kamen ebenfalls in Krankenhäuser. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf zirka 40.000 Euro.

Folgeunfall im Stau auf der A8

Um die Unfallstelle abzusichern und den Verkehr an der Anschlussstelle Weyarn auszuleiten, waren die Autobahnmeisterei Holzkirchen sowie die Freiwilligen Feuerwehren Otterfing, Weyarn und Holzkirchen im Einsatz. Die Totalsperre der Autobahn konnte gegen 21 Uhr aufgehoben werden. „Da die derzeitigen Corona-Beschränkungen den Individualverkehr reduziert haben, kam es zu keinen gravierenden Behinderungen“, resümiert die Polizei. „Der auflaufende Verkehr konnte problemlos die Umfahrung über Weyarn/Miesbach und Irschenberg nutzen.“

Dennoch ereignete sich im ersten Stau hinter der Unfallstelle ein Folgeunfall, bei dem eine 18-Jährige aus dem norddeutschen Diepholz mit ihrem Mercedes auf den Mercedes eines 25-jährigen Augsburgers auffuhr. „Auch da wurden beide Fahrzeugführer vom Rettungsdienst zumindest begutachtet“, teilt die Polizei mit. „Es wurden jedoch keine offensichtlichen Verletzungen festgestellt beziehungsweise wurde eine Behandlung von den betroffenen Personen abgelehnt.“ Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 12.500 Euro. ksl

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