Mittendrin statt nur dabei

Unterdarching: Valley informiert zu möglichen Dorferneuerungsmaßnahmen

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Was wünschen sich die Valleyer für Rathausplatz und Co.? Bei der Bürgerversammlung war klar ihre Meinung gefragt. SPD-Gemeinderatsmitglied Günter Schuler ging mit gutem Beispiel voran.

Valley – Die eigenen Bürger mit ins Boot zu holen, wenn es um künftige Projekte geht, ist bei den Gemeinden sehr beliebt. Schließlich sind es ja die Anwohner, die sich auf Plätzen und Straßen des Heimatortes wohlfühlen sollen. Dieses Prinzip beherzigt auch die Gemeinde Valley. Im Zuge der Unterdarchinger Dorferneuerung sollen dort der Friedhofsweg, Teile der Dilchinger Straße und der Rathausvorplatz saniert werden. Finanzielle Unterstützung über 194.000 Euro gibt‘s durch das ELER-Programm. Dieses unterfüttert hauptsächlich die Baukosten. Am vergangenen Montag überreichte Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer in Vertretung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker in München den Förderbescheid. Am Mittwoch lud die Gemeinde zum Infoabend.

Viel Neues hatte Planer Anton Huber zum Projekt nicht zu verkünden, es ging vielmehr darum, einen Überblick über die Planungsmöglichkeiten zu geben und einen Diskurs mit den in den Sitzungssaal geladenen Valleyern anzuregen. „Wir haben uns im Gemeinderat schon länger Gedanken gemacht. Und da sind mit Sicherheit noch gute Ideen aus euren Reihen dabei“, sagte Hallmannsecker. „Sagt uns das und schreibt es auf.“ Passend zu den Themenkomplexen Rathausvorplatz, Dilchinger Straße und Friedhofsweg waren im Sitzungssaal Pinnwände mit Ideenblättern und Karten zur jeweiligen Örtlichkeit angebracht.

Der Friedhofsweg solle gut begehbar mit Betonpflaster ausgebaut werden, erklärte Huber. So können auch Rollstuhlfahrer leichter von der Kirche zum neuen Friedhof gelangen. Um zu betonen, dass der Weg eigentlich nur für Fußgänger und Radlfahrer freigegeben ist, wird eine Beschilderung aufgestellt.

Teile der Dilchinger Straße (vom Anschluss Münchner Straße bis zum oberen Pfarrweg) sollen mit einem neuen Fußweg und Bordstein versehen werden. Damit Autofahrer im Notfall reifenschonend auf den Bordstein ausweichen könnten, solle dieser etwas niedriger angelegt und mit abgerundeten Kanten versehen werden. Auf die Frage aus dem Publikum, ob das denn zum Beispiel für Schulkinder nicht gefährlich werden könne, entgegnete Huber: „Das werden in etwa acht Zentimeter. Da fährt ein Autofahrer nicht freiwillig drauf.“ Die Ausweichmöglichkeit habe sich schon oft bewährt, erklärte der Planer.

Auch der Rathausvorplatz ist Teil der Planungen: So könnten Besucher und Mitarbeiter künftig über ein Pflaster statt über die Abkürzung über die Wiese ins Rathaus gelangen. Davon zeigte sich Magnus Epp jun. (FW) nicht überzeugt: „Mir gefällt die Wiese besser.“ Der Brunnentrog soll erhalten bleiben und Trinkwasser spenden. Auch Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellmöglichkeiten sind denkbar. „Wir wollen einen repräsentativen Vorplatz gestalten“, erklärte Huber. Im Zuge der Arbeiten soll auch der Pfarrweg neu asphaltiert werden. Das fällt aber nicht in die Förderung.

Ebenfalls nicht gefördert, aber nichts desto weniger wichtig war Hallmannsecker der vierte Punkt der Veranstaltung: die Straßenbeleuchtung. Doch anstatt das Thema theoretisch anzugehen, lud er die Teilnehmer des Infoabends kurzerhand zu einem kleinen Abendspaziergang rund ums Rathaus ein. Gemeinsam überlegte die Gruppe, wie die Straßenlaternen aufgestellt sein müssten, damit die Lichtsituation Sicherheit bietet und sich gleichzeitig ins Ortsbild einfügt. „In der Nacht sind ein paar ganz dunkle Flecken dabei“, sagte Hallmannsecker. she

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