Urteil im Prozess zur Sparkassen-Affäre

Bewährung für Kreidl und Bromme

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Die Angeklagten Jakob Kreidl (2.v.l.) und Georg Bromme (6.v.l.) wurden gestern wegen Untreue verurteilt.

Landkreis - Der Prozess am Landgericht München II zur Miesbacher Sparkassen-Affäre ist am Montag mit der Urteilsverkündung zu Ende gegangen.

Reisen, Feiern, Geschenke – die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee hat über Jahre vieles – zu unrecht – finanziert. Als Hauptverantwortliche standen der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Georg Bromme, und der ehemalige Verwaltungsratsvorsitzende, Ex-Landrat Jakob Kreidl, vor Gericht. Nach fast 30 Prozesstagen wurde am vergangenen Montag in München  das Urteil gesprochen. Das Gericht unter Vorsitz von Richter Alexander Kalomiris befand Bromme und Kreidl des Vorwurfs der Untreue für schuldig. Beide kamen aber mit Bewährungsstrafen davon, bei Bromme sind es eineinhalb Jahre, bei Kreidl elf Monate. Zudem müssen beide Sozialstunden leisten, Kreidl 200, Bromme 300. Beim dritten Angeklagten, dem jetzigen Kreissparkassenchef Martin Mihalovits, beließ es das Gericht bei einer Verwarnung. Die Geldstrafe von 27.000 Euro ist ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt, Mihalovits muss aber 20.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Mit den Urteilen blieb das Gericht deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die für Bromme eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verlangt hatte. Korruptionsdelikte erkannte das Gericht nicht, die Verurteilung erfolgte nur wegen Untreue, bei Bromme in 20, bei Kreidl in sieben Fällen. Einen Fall sowie zweimal Beihilfe zur Untreue sah das Gericht bei Mihalovits als gegeben.    ft

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