Stehende Ovationen

So wurde Valleys Bürgermeister im Gemeinderat verabschiedet

Nach zwölfjähriger Amtszeit wurde kürzlich Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (vorn im Bild) vom Gemeinderat mit stehendem Applaus verabschiedet.
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Nach zwölfjähriger Amtszeit wurde kürzlich Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (vorn im Bild) vom Gemeinderat mit stehendem Applaus verabschiedet.

Valley – Nach zwölf Jahren im Amt hört Andreas Hallmannsecker als Valleyer Bürgermeister auf. Im Gemeinderat ist er nun warmherzig verabschiedet worden.

Um die Corona-Abstandsregeln einhalten zu können, hat Andreas Hallmannsecker den Gemeinderat kürzlich zu seiner letzten Sitzung als Valleyer Bürgermeister in der Mehrzweckhalle einberufen. Nachdem die umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet war, ergriff Vize-Bürgermeister Anton Huber (CSU) das Wort und dankte dem Rathauschef für seine zwölfjährige Tätigkeit, in der sich Hallmanns­ecker laut Huber nicht zuletzt als Infrastruktur-Bürgermeister hervorgetan habe.

1996 wurde Hallmannsecker in den Gemeinderat gewählt und gehörte dem Gremium bis 2008 an. Die folgenden zwölf Jahre leitete der 63-Jährige dann als Bürgermeister die Geschicke in Valley. Zudem brachte er sich seit 2014 im Kreisrat ein und erwarb sich als Vorsitzender des Mittelschulverbandes Mangfalltal-Valley besondere Verdienste. Das alles, so Huber, sei auf der Urkunde nachzulesen, die er Hallmannsecker neben einem bayerischen Löwen und einem Stich der Gemeinde zum Abschied überreichte.

„Das waren aber nur ein paar wenige Sachen, die in deinen zwei Amtsperioden passiert sind. Es ist so viel, dass ich mir das nicht merken kann und deshalb aufgeschrieben habe“, meinte Huber anerkennend. So erinnerte er an die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete, die für Valley zukunftsweisend sind, und die damit einhergehende Bindung namhafter Unternehmen. Nicht zu vergessen seien die Sanierung des Dorfbaches und der Mehrzweckhalle sowie der Neubau der Kita. Dass auch der Ausbau des Breitbandnetzes auf dem besten Weg ist und wo möglich die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt wurde, vergaß Huber ebenso wenig wie die Nahwärmeversorgung und die Modernisierung der Kläranlage.

„Und daneben hast du noch Zeit gefunden, wie ein Löwe für die Wasserschutzzone und den Erhalt unserer Schule zu kämpfen“, sagte Huber und ergänzte: „Als Stellvertreter im Amt habe ich auch erfahren müssen, was du an teilweise skurrilen E-Mails alles abfedern musstest. Ich weiß nicht, ob ich auf Dauer dazu so einen breiten Buckel gehabt hätte wie du.“ Für all diese Verdienste und dafür, dass es Hallmannsecker gerade in der letzten Wahlperiode gelang, eine harmonische Zusammenarbeit im Gemeinderat zu formen, entbot Huber ihm ein herzliches Vergelt‘s Gott, dem der gesamte Gemeinderat mit stehenden Ovationen folgte.

„Es freut mich, wenn das so angekommen ist“, meinte Hallmanns­ecker bescheiden und verwies darauf, dass dies alles nicht ohne viele unterstützende Hände seitens der Gemeindemitarbeiter, Institutionen, Firmen, Kirchen, Schulen, Vereine und vor allem der Valleyer Bürger möglich gewesen wäre. Hallmanns­ecker, der heuer nicht mehr für eine Wiederwahl antrat und als Landrat kandidierte, stellte fest, dass es wichtig sei, dass sich in Kommunalparlamenten immer wieder etwas ändert und mit fünf Frauen im neuen Gemeinderat durchaus mit frischem Wind und einer anderen Diskussionskultur zu rechnen ist.

Den neuen Gemeinderatsmitgliedern gab er mit auf dem Weg, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen: „Ihr werdet sehen, dass ihr nach einer Sitzung Schulterklopfen und Lob bekommt oder ausgepfiffen werdet; das liegt halt nun mal in der Natur des Menschen. Lasst euch dazu als Rat von einem alten Schiedsrichter sagen: Jedem Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ Grundsätzlich freue er sich schon, künftig als Zuhörer die eine oder andere Sitzung zu verfolgen. Zum Abschied meinte Andreas Hallmannsecker: „Schön war‘s, dass ich zwölf Jahre euer Bürgermeister sein durfte.“ hac

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