Wirtschaftsminister bei Besuch beeindruckt

Oped GmbH in Valley: Einzigartiges Konzept spart jährlich rund 100 Tonnen Plastik ein

OPED GmbH in Valley-Oberlaindern
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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (2.v.l.) ließ sich in Valley von Stefan Geiselbrechtiger (r.) und Finanzchef Christian Puritscher (l.) über die Unternehmensstrategie und die Produkte der Oped GmbH informieren.

Valley – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Landtagspräsidentin Ilse Aigner zu Besuch in Oberlaindern bei der Firma Oped.

Mobilität ist ein zentrales Element der Gesundheitsbranche, erklärte Oped-Geschäftsführer Stefan Geiselbrechtinger in Valley. Dabei kann Medizintechnik helfen, Menschen nach Verletzungen, mit chronischen Leiden oder Menschen mit Handicap zurück in den Alltag zu bringen.

Die Firma Oped, die vor knapp 30 Jahren als Zwei-Mann-Unternehmen startete und heute weltweit rund 850 Mitarbeiter beschäftigt, hat sich zu einem zukunftsorientierten Medizintechnikhersteller an der Spitze dieser Branche entwickelt. Davon hat sich kürzlich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei einem Kurzbesuch überzeugt.

Begleitet wurde er von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem Miesbacher Landrat Olaf von Löwis. An der Oped-Zufahrt machten rund zehn Anti-Regierungs-Demonstranten ihrem Unmut friedlich Luft.

Ein Drittel des Unternehmens gehört Mitarbeitern

Im Foyer des Oped-Verwaltungsgebäudes sendete Geiselbrechtinger eine klare Botschaft in Richtung der politisch Verantwortlichen: „Die Covid-19-Pandemie löste bei den Menschen Ängste aus und brachte Stagnation mit sich. Was wir aber brauchen ist Dynamik.“ Die Corona-Krise konnte im Unternehmen durch geschicktes Management bisher sanft abgefedert werden. Es wurde weder Kurzarbeit angemeldet noch mussten corona-bedingte Entlassungen erfolgen, sagte Geiselbrechtinger.

Außerdem stehe Oped zu seiner Verantwortung als Ausbildungsbetrieb. Momentan sind 22 der rund 330 in Oberlaindern beschäftigten Mitarbeiter Auszubildende und auch heuer werden wieder junge Menschen dort mit ihrer Lehre beginnen. „Durch Aktienbeteiligung gehört ein Drittel des Unternehmens den Mitarbeitern“, ergänzte Personalleiterin Nadja Bauer. „Mitspracherecht sowie Beteiligung am Wachstum und am direkten Gewinn tragen zum Erfolg der Oped bei.“

Aiwanger beeindruckt von Oped in Valley

Beim anschließenden Rundgang im 2018 eröffneten Produktions- und Logistikzentrum der Oped GmbH in Valley überzeugt sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vom Nachhaltigkeitsansatz des Unternehmens. Dort werden auf 55.000 Quadratmetern Orthesen aufbereitet, neu montiert und verschickt.

Zudem versorgen Transportroboter die Mitarbeiter aus einem Hochregallager mit rund 18.000 Lagerplätzen mit den nötigen Teilen für die Neuanfertigung. Die Orthesen, die Patienten nach dem Gebrauch zurückschicken, werden nach höchsten Hygienestandards aufgearbeitet.

Oberland-Werkstätten Miesbach unterstützen

Bei diesem Prozess werden die Mitarbeiter von 20 Kollegen aus den Oberland-Werkstätten Miesbach unterstützt, die dabei für einzelne Arbeitsschritte verantwortlich sind. Dieses einzigartige Konzept spart jährlich rund 100 Tonnen Plastik ein und sorgt mit dafür, dass Oped bisher ohne Kurzarbeit durch die Corona-Pandemie gekommen ist.

„Meinen größten Respekt für diese Firma und ihren Unternehmensgeist sowie Dank an die Investoren“, lobte Aiwanger das Engagement der Oped GmbH. Dabei hob er heraus, dass der Gesundheitsbereich in Deutschland für die Zukunft elementar sei. Er sagte daher volle Unterstützung zu „solange mein Arm reicht“. Die Medizintechnik ist laut Aiwanger mit rund 200 Unternehmen bundesweit in Bayern am stärksten aufgestellt und sei mit dem Bereich Luft- und Raumfahrt vergleichbar.

Nach Corona-Krise mit vollem Elan weitermachen

Oped-Hauptgesellschafter Dirk Ippen meinte: „Es begeistert mich immer wieder, wenn ich sehe, wie toll das Management ist und wie engagiert alle Beschäftigten sowie jungen Leute ihrer Arbeit nachgehen.“ Dies zeige, dass eine Investition in Deutschland nach wie vor Zukunft habe.

Die anerkennenden Worte nahm Geiselbrechtinger im Namen der Belegschaft gerne an: „Wir brauchen Anreize und Perspektiven, um nach der Krise mit vollem Elan weitermachen zu können.“ hac

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