Optimistisch in die Zukunft

Valleyer Gemeinderäte verabschieden Haushalt mit großen Investitionen

Fellacher Straße in Valley
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Mit 1,6 Millionen Euro ist die Sanierung der Fellacher Straße ein großer Posten im Valleyer Haushalt.
  • VonSelina Benda
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Valley – Trotz Corona steht die Gemeinde Valley finanziell gut da. Gewerbesteuer fließt unverhofft üppig. So kann nun investiert werden – und das schuldenfrei.

Schuldenfrei und mit rund 6,8 Millionen Euro Rücklage geht die Gemeinde Valley in das laufende Haushaltsjahr. Jedoch sind auch einige Investitionen in der Kommune geplant – etwa im Straßenbau und dem kommunalen Wohnungsbau. Rund 3,6 Millionen Euro sind dafür notwendig und machen eine Entnahme von knapp 1 Million Euro aus der üppigen Rücklage nötig.

Kämmerin Heike Finsterbusch überbrachte den Gemeinderäten dieser Tage eine erfreuliche Nachricht: Unter anderem durch eine nicht vorhergesehene Sonderzahlung durch Bund und Land war eine geplante Entnahme in Höhe von 2,5 Millionen Euro aus den Rücklagen im Jahr 2020 nicht nötig geworden. Rund 1,3 Millionen Euro habe die Gemeinde als Ausgleich für Gewerbesteuermindereinnahmen infolge der Corona-Pandemie erhalten. Somit fiel auch die Rechnung der geplanten Rücklagen am Ende des Jahres deutlich positiver aus – nämlich mit rund 1 Million Euro mehr als geplant, erklärte Finsterbusch. Dieser glückliche Umstand zahlt sich vor allem hinsichtlich der geplanten Investitionen 2021 aus.

  • Für Bau, Sanierung und Unterhalt der Straßen einschließlich Parkplätzen hat die Gemeinde Valley 2,7 Millionen Euro im Haushalt eingeplant.
  • Mit 1,6 Millionen Euro ist die Sanierung der Fellacher Straße der größte Posten.
  • Etwas über 1 Million Euro steckt Valley in den kommunalen Wohnungsbau sowie 733.000 Euro in die Breitbandversorgung.
  • Die Finanzierung der Kinderbetreuung kostet die Gemeinde 1,3 Millionen Euro.
  • Hinzu kommen Personalkosten etwa für Rathaus, Kita „Kinderstube“ und Schule mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro.
  • Mit einer Entnahme in Höhe von 990.950 Euro aus den Rücklagen sollte aber all dies laut der Kämmerin machbar sein.

Dem Haushalts- und Finanzplan stimmte das Gremium um Bürgermeister Bernhard Schäfer mit Wohlwollen einmütig zu. Der Rathauschef zeigte sich erleichtert im Hinblick auf die guten Zahlen trotz Corona-Pandemie: „Wenn wir das Jahr 2020 Revue passieren lassen, sind wir recht gut weggekommen.“ Dies lasse einen optimistischen Blick auf die kommenden Jahre zu, sagte Schäfer. Jedoch würde auch Valley in den nächsten zwei Jahren die Folgen der Pandemie zu spüren bekommen. „Deshalb müssen wir weiterhin vorsichtig mit unseren Finanzen umgehen, damit es so gut bleibt wie bisher und wir da gut durchkommen“, sagte der Bürgermeister.

Valleys Haushalt in Zahlen:

  • Gesamtvolumen: 14,8 Millionen Euro.
  • Einnahmen: Gewerbesteuer 2,7 Millionen Euro, Anteil Einkommenssteuer 2,4 Millionen Euro, Grundstücksverkäufe 2,2, Millionen Euro, Zuwendungen und Zuschüsse 1,7 Millionen, Kanalnutzung 370.000 Euro, Anteil Umsatzsteuer 349.000 Euro, Grundsteuer A und B 328.000 Euro.
  • Ausgaben: Personalkosten 1,5 Millionen Euro (Rathaus: 658.700 Euro, Kinderstube: 301.200 Euro, Bauhof/Wasser/Kanal: 246.900 Euro, Schule/Mittagsbetreuung: 160.800 Euro), Kindergärten: 1,3 Millionen Euro, Sachaufwand/Schülerbeförderung Grundschule: 586.300 Euro; Kreisumlage: 2,8 Millionen Euro (2020: 2,6 Millionen Euro); Gewerbesteuerumlage: 248.684 Euro.
  • Rücklage: Stand Ende 2021 rund 5,8 Millionen Euro.

Die Gemeinde Valley ist schuldenfrei und es sind keine neuen Kreditaufnahmen geplant. sb

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