Verabschiedung und Einführung von altem und neuem AELF-Leiter

Der Vorreiter geht

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Den bisherigen Landwirtschaftsamtsleiter Johannes Hütz (Mitte) verabschiedeten Ministerialdirektor Martin Neumeyer (r.) sowie (v.l.) die stellvertretende Landrätin Ingrid Pongratz sowie Klaus Barthel (MdB) und freuten sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Amtsleiter Stefan Gabler (2.v.r.).

Landkreis – Der Motor des Grünen Zentrums Holzkirchen geht in Pension. „Streitbar, kämpferisch, fachlich hervorragend und ein Mann mit Gespür für die Zukunft“ – so wurde Landwirtschaftsdirektor Johannes Hütz bei seiner Verabschiedung im Holzkirchner Ober- bräusaal gewürdigt.

Sehr angetan waren die Redner auch von seinem Nachfolger Stefan Gabler, der sehr gute Voraussetzungen und das passende Fachwissen für die Leitung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Miesbach mitbringt, das für die beiden Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen zuständig ist. „Sie waren immer ein Vordenker“, würdigte Ministerialdirektor Martin Neumeyer Hütz. Zwei Grüne Zentren habe er verwirklicht, eines in Töging und eines in Holzkirchen. Damit sei er ein Vorreiter dessen, was das Ministerium in ganz Bayern realisieren wolle, Zentren als eine Anlaufstelle für alle landwirtschaftlichen Belange. Ausgeprägte Fürsorgepflicht mit Blick für das Wesentliche zeichne den bisherigen Amtsleiter aus, der sich durch Fachkompetenz hohes Ansehen erworben habe und eine natürliche Führungspersönlichkeit mit natürlicher Autorität sei. Trotz einiger Diskussionen schätze er Hütz besonders, meinte Neumeyer. Auch die stellvertretende Landrätin Ingrid Pongratz erinnerte sich an die ein oder andere Streitigkeit, fand aber: „Der Name Hütz steht für Qualität“. Pongratz hofft, dass der bisherige Amtsleiter seinen Ruhestand genießen könne, unter anderem sein Hobby, das Segeln. Besonderes Lob, nicht nur seitens des Ministeriums, gab es vor allem für eine Leistung von Hütz. Als „Motor des Grünen Zentrums“ würdigte ihn Holzkirchens Dritter Bürgermeister Robert Wiechmann. Als „Meisterstück“ bezeichnete Georg Mair, Vorsit- zender des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern (AVO), die Zusammenlegung der Amtsstandorte Wolfratshausen und Miesbach in Holzkirchen. "Dass es nicht ganz so einfach mit mir war, kann ich nur bestätigen“, erklärte Hütz. Im persönlichen Umgang gebe es aber bisweilen Reibereien. Nun sei er jedoch reich beschenkt, meinte er wegen vieler Präsente, die er bei der Feier erhalten hatte, besonders wegen des Bayerischen Löwen, den er verliehen bekam. Seinem Nachfolger Gabler, der ebenfalls in der Bootsführung geübt ist, empfahl er für die Leitung des Amtes: „Möglichst hart am Wind voraussegeln“. „Ich freue mich riesig auf meine Aufgabe“, bekannte der 47-Jährige, der in Murnau am Staffelsee geboren wurde. Dort wuchs er auf einem kleinen Milchviehbetrieb auf. Das Ziel Gablers ist der Erhalt möglichst vieler wirtschaftlich erfolgreicher Betriebe. „Ich identifiziere mich nicht nur zu hundert, sondern zu zweihundert Prozent mit der aktuellen Agrarpolitik und deren Kern: Chancen für alle, anstatt wachsen oder weichen“, sagte der neue Amtsleiter. Dieser will sich für eine qualifizierte Ausbildung, den Erhalt und den Ausbau des Ansehens der Land- und Forstwirt- schaft bei der nichtbäuerlichen Bevölkerung einsetzen, ebenso dafür, dass das Grüne Zentrum als modernes Dienstleistungszentrum wahrgenommen werde. Gabler studierte Agrarwissenschaften an der Technischen Universität München-Weihen- stephan. Seit 2004 war er im Staatsministerium tätig und leitete dort seit 2008 das Referat für Pflanzenbau, Ökologischen Landbau und Berglandwirtschaft. Aufgrund seiner Kompetenzen bezeichnete Neumeyer Gabler als „ideale Besetzung für das Amt in Miesbach“. Der Mann, der Angeln und Schafkopfen als Hobbys betreibe, bringe fundierte Fachkenntnisse und vielseitige Erfahrungen mit, sei verbindlich, offen, freundlich, aber auch bestimmt. „Sie übernehmen ein gut bestelltes Amt“, beglückwünschte Pongratz den neuen Leiter. Gabler dankte Hütz für die Übergabe eines bestens geordneten Amtes und erklärte: „Ich möchte mich nicht nur ins gemachte Nest setzen, sondern mich mit eigener Tatkraft engagieren.“ maf

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