Keine zusätzlichen Kontrollen

Verhalten im Straßenverkehr kontrollieren: Grünen-Antrag in Hausham scheitert

Alte Tegernseer Straße in Hausham
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Nach Meinung der Haushamer Grünen gehört die Parkdauer an der Alten Tegernseer Straße vermehrt kontrolliert. Die Mehrheit des Gemeinderats sieht das aber anders.

Hausham – Im Haushamer Gemeinderat hat Grünen-Mitglied Willi Halletz zusätzliche Kontrollen auf dem Volksfestplatz sowie an der Gindelalm- und Alten Tegernseer Straße gefordert.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Hausham musste das Gremium über einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen entscheiden, die Überwachungszeit des ruhenden Verkehrs von derzeit monatlich 20 auf mindestens 40 Stunden zu erhöhen. Das sahen die anderen Fraktionen als nicht angezeigt und lehnten daher den Antrag mehrheitlich ab.

Als Begründung war in dem Antrag zu lesen, dass die bisherigen Überwachungszeiten bei Weitem nicht ausreichen, um dem Bürger ein richtiges Verhalten im Straßenverkehr nahe zu bringen. Wie Willi Halletz (Grüne) sagte, gebe es wegen ständigen Nichteinhaltens von Gebots- und Verbotszeichen wie Halteverboten auch Beschwerden von Bürgern. Im Speziellen sollten daher der Volksfestplatz sowie die Gindelalm- und Alte Tegernseer Straße verstärkt kontrolliert werden.

„Das wird bereits gemacht“, versicherte Gemeinde-Geschäftsleiter Rudi Randler. Halletz war das zu wenig und er verlangte mehr Kontrollen und ein gesundes Misstrauen. Dazu wollte Thomas Danzer (SPD) wissen: „Geht es um Verkehrssicherheit oder um eine Disziplinierungsmaßnahme?“. Dem entgegnete Halletz: „Ohne Kontrolle kein Erfolg.“

Erich Eckmair (CSU) vermutete, dass bei dem Antrag auch persönliche Befindlichkeiten im Spiel sein könnten, und bat darum, doch die Kirche im Dorf zu lassen: „Ich meine, 20 Stunden sind ausreichend.“ Obwohl Harda von Poser (Grüne) noch anbot, den Antrag auf 30 Stunden zu reduzieren, stimmte der Gemeinderat gegen den Antrag.

Bürgermeister Jens Zangenfeind versprach aber, dieses leidige Thema nicht ad acta zu legen. So hätten sich in der Vergangenheit auch Geschäftsleute beschwert, dass ihre Kunden gezielt kontrolliert werden: „Es bleibt ein schmaler Grat. Natürlich gehen wir Beschwerden nach, aber wir wollen nicht den Eindruck vermitteln, einfach nur abkassieren zu wollen.“ hac

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