Erste Hürde genommen

„Vhs Oberland“: Gemeinde Otterfing unterstützt landkreisweiten Zusammenschluss

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Der vhs Holzkirchen-Otterfing kommt eine Schlüsselrolle bei der Neuorganisation des Volkshochschulwesens im Landkreis zu.

Otterfing – Um Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Professionalität zu garantieren, sollten auf Empfehlung des bayerischen Volkshochschulverbandes alle 17 Landkreisgemeinden als Verbund auftreten und handeln. Nicht zuletzt geht es auch um die Zuteilung von Fördergeldern. Jüngst berichtete Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder im Gemeinderat über die langwierigen Vorverhandlungen und den Stand der Dinge, die die Kommission zur Gründung eines Vereins „vhs Oberland“ bisher erarbeitet hat. Demnach kommt der vhs Holzkirchen-Otterfing eine Schlüsselrolle zu. Auch wenn es teurer wird: Das Gremium war sich einig, dass der Zusammenschluss eine gute Sache ist.

„Ein funktionierendes Qualitätsmanagement und eine gewisse Größe ist nötig, um als vhs auch in Zukunft Fördergelder zu bekommen,“ erläuterte Eglseder den Hintergrund des geplanten Zusammenschlusses. Da im Landkreis momentan nur die vhs Holzkirchen-Otterfing über ein solches Qualitätsmanagement verfüge, wird ihr eine Schlüsselrolle bei der Gründung einer „vhs Oberland“ zukommen.

Als erster Schritt werden voraussichtlich alle bestehenden Einrichtungen in die vhs Holzkirchen-Otterfing fusioniert. Danach soll dann daraus der neue gemeinnützige Verein „vhs Oberland“ gegründet werden. Für die komplette Umsetzung ist eine Übergangsfrist von drei Jahren geplant. Wie Eglseder auf Nachfrage von Ulrike Stockmeier (FW) sagte, wurde in der Kommission über Personalien noch nicht entschieden. Während der Übergangsfrist sollen aber das bisherige Personal weiterbeschäftigt und die Strukturen bestehen bleiben. Die Führungsspitze des neuen Vereins ist als Geschäftsführungsmodell mit zwei Vorständen und fünf Aufsichtsräten angedacht. Ob der Vereinssitz Holzkirchen oder Miesbach wird, ist noch offen. Wie Egls­eder weiter sagte, gibt es auch noch einen Sonderfall mit der vhs Hausham zu klären, weil die direkt der Gemeinde unterstellt ist.

Insgesamt wird der Zusammenschluss für die Gemeinden allerdings teurer. So ist dann aus dem Gemeindesäckel zukünftig pro Bürger ein Euro anstatt wie bisher 48 Cent zu entrichten. „Wenn dabei etwas Gutes herauskommt ist das in Ordnung. Ich hoffe aber, dass dann auch wirklich alle Gemeinden mitziehen“, meinte Stefan Burgmayr (FW) zu den steigenden Kosten. Wie Egls­eder daraufhin sagte, haben die fünf Gemeinden, die bisher außen vor waren, ihren Willen dazu bereits bekundet: „Von der vhs Oberland haben alle Landkreisbürger etwas. Ich hoffe jetzt auf die Zustimmung aller Gemeinden und bitte weiterhin um das Vertrauen in die Kommission, die sich mit dem Thema vhs Oberland bereits so intensiv beschäftigt und dafür eingesetzt hat.“ Der Otterfinger Gemeinderat gab dann auch einstimmig die Zusage, sich dem Verein anzuschließen. Um keine Fördergelder zu verschenken, hofft Eglseder, dass die anderen Gemeinden dem Beispiel bis Ende der Sommerpause folgen, um den Zusammenschluss möglichst bis zum Jahreswechsel „über die Bühne zu bringen“. hac

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