Viele Wünsche bleiben unerfüllt

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WOLFGANG MOOS, Holzkirchen – Eine weitere Baustelle kommt schon im August auf Holzkirchen zu: Die Münchner Straße muss halbseitig zwischen dem Oskar-von-Miller-Platz und dem ehemaligen Baywa-Gelände gesperrt werden. Darüber hinaus beschäftigte den Hauptausschuss der Marktgemeinde bei dessen jüngster Zusammenkunft auch das Thema Sportanlagen neuen Schulen. Auf dem Baywa-Gelände plant die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee als neuer Eigentümer, zu bauen. Durch den anfallenden Baustellenverkehr könnte es zu ganz erheblichen Behinderungen beim fließenden Verkehr kommen. Deshalb sollen bereits jetzt neben einer Linksabbieger-Spur zum Baywa-Gelände zwei Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger entstehen. Die aktuelle Situation ist für beide Gruppen bei einer Überquerung schwierig. „Wennst da rüber willst, musst’ schnell sein“ umriss Herbert Gegenfurtner (CSU) die derzeitige Situation. Da der Verlauf der Straße etwas verändert werden muss, fallen den Arbeiten zwei Bäume zum Opfer. Das sei „leider unumgänglich“, erklärte Bürgermeister Josef Höß. Auch einige Parkplätze fallen weg. Aber wenn das Gesamtkonzept verwirklicht wird, entstehen sogar mehr Stellflächen, erläuterte Bauamtsleiter Hans Kellner. Wann das Konzepts umgesetzt werden kann, hängt allerdings von den Gemeinde-Finanzen ab. Erfreulich für die Marktgemeinde ist, dass die Kreissparkasse die Kosten für die Abbiegespur trägt. Dass durch die Baustelle die Nordspange attraktiver wird, ist für Höß ein weiterer erfreulicher Nebeneffekt. Ein solcher wären auch neue Sportanlagen für die Vereine im Zusammenhang mit den Schulneubauten. Die Sportler haben viele Wünsche, sie reichen von einer 400-Meter-Bahn über eine Tribüne in der Turnhalle bis hin zu einem Beachvolleyball-Platz. Eines machte Bürgermeister Höß aber gleich klar: Der Kreis übernimmt nur die für den Schulsportbetrieb unbedingt notwendigen Kosten. „Das ist alles haarscharf auf Kante kalkuliert“, sagte der Rathauschef. Für den Kreis sei klar: „Wenn ihr was extra haben wollt, baut und zahlt.“ Eine Aussage, die auch Kreis- und Gemeinderat Hans Putzer bestätigte: „Alles Zusätzliche geht zu Lasten der Gemeinde.“ Als „größter Brocken“ sei sicherlich die 400-Meter-Bahn zu betrachten, sagte Höß. Die Kosten dafür seien überhaupt noch nicht abzusehen, allein der Platzbedarf von 15.000 Quadratmetern gebe Anlass zu Zweifeln an der Machbarkeit. Mit Nachdruck wies er auf die „unvorhersehbaren Kostenfolgen hin“. Auf deutlich mehr Sympathie stieß der Bau einer Tribüne in der Sporthalle. Trotz der Kosten von rund 400.000 Euro für die Gemeinde stimmte der Hauptausschuss einstimmig dafür. Die letzte Entscheidung über zusätzliche Einrichtungen oder Anlagen muss der Gemeinderat treffen. Der kam gestern Abend zusammen, nach Redaktionsschluss. Ein Bericht folgt.

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