Mit vielen Ideen und Erfahrung! Standortförderin Koppa will „Dinge in die Hand nehmen und umsetzen“

Die neue Standortförderin Alexandra Koppa will Holzkirchen noch attraktiver machen Foto: Senger-Wiechers

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ELKE SENGER-WIECHERS, Holzkirchen – Seit Anfang Februar hat Holzkirchen eine neue Standortförderin, bei der Bürgerversammlung stellte sich Alexandra Koppa zum ersten Mal der Gemeinde vor. Die 30-jährige Münchnerin studierte Wirtschafts- und Sozialgeographie und kann auf knapp fünf Jahre Berufserfahrung in der strategischen Regional- und Stadtentwicklung im In- und Ausland zurückgreifen. Unter anderem war sie als Beraterin bei der Identität & Image AG tätig, die auch für den Markt Holzkirchen das Leitbild für die Ortsentwicklung erarbeitete. Anschließend arbeitete sie knapp zwei Jahre im australischen Adelaide in der Stadtentwicklung. Die eher lockere Lebenseinstellung der Australier hat jedoch nicht auf sie abgefärbt: „Ich will die Dinge in die Hand nehmen und umsetzen!“ Dafür sind die Voraussetzungen in Holzkirchen ideal, denn die Anforderungen der Gemeinde an ihre Standortförderin sind vielfältig. „Der Einzelhandel soll sehen, dass wir uns kümmern, gleichzeitig müssen wir ihn wachküssen und miteinander etwas tun“, erläutert Robert Haunschildt, der Geschäftsführer des Rathauses, eine der Aufgaben. Dazu gehöre laut Koppa auch, auf die Geschäfte in der Innenstadt zuzugehen und zu erfragen, was die Gemeinde für sie tun könne und was sie brauchen. „Es geht darum, das Interesse auszuloten inwiefern sich die Verwaltung in solche Dinge einmischen soll“, beschreibt die Standortförderin eine ihrer Aufgaben. Auch die Ortsmitte wird hierbei ein Thema sein. Koppa hat als Beraterin bereits in Oberschleißheim und in Mindelheim zwei Projekte betreut, die die Ortsmitte finden sollten. „Die Ortsmitte muss Aufenthaltsqualität bieten und ein Treffpunkt für die Bürger und Touristen sein, an dem sie ein Gefühl für den Ort bekommen“, beschreibt sie erfolgreiche Konzepte. Dazu gehöre, dass der Platz regelmäßig durch Märkte, aber auch Sitzgelegenheiten und etwa Eisdielen belebt werde. Nicht nur zu beraten, sondern auch umzusetzen, reize sie an der neuen Stelle. „Wirklich zu sehen, funktioniert das?“, findet Koppa spannend. Das wird die Hobby-Basketballerin im neuen Gewerbegebiet in Föching erfahren. Hier wird sie die Vermarktung mit einer Ansiedlungsstrategie vorantreiben und bereits bestehende Anfragen weiter verfolgen. In erster Linie dient Alexandra Kopper als Ansprechpartnerin für interessierte Firmen, die den Kontakt zu interessanten Bewerbern hält. „Die Konkurrenz im Landkreis ist groß und die Bewerber fallen nicht vom Himmel“, weiß auch Bürgermeister Josef Höß. Umso wichtiger sei es, die Türen für interessante Betriebe weit aufzumachen und sie bei der Stange zu halten. Bei allen ihren Aufgaben will Koppa das Rad jedoch nicht neu erfinden: Sie will sowohl an bestehende Konzepte der Standortmarketing-Gesellschaft des Landkreises Miesbach (SMG) als auch an Ideen der Ortsentwicklung Holzkirchen anknüpfen. Gleichzeitig will sie die Stimmung einfangen und mit allen Beteiligten zusammenarbeiten. „Jeder kann sich an mich wenden und Anregungen oder Kritik loswerden“, so Koppa. Die vergangenen drei Wochen hat sie zunächst genutzt, um sich in einzelnen Geschäften vorzustellen und erste Schritte unternommen, die Außenwirkung des Marktes zu verbessern. Dabei konnte sie sich auch ein erstes Bild der Gemeinde machen: „Holzkirchen ist mit seiner hohen Kaufkraft, dem zukünftigen Bildungsstandort und dem Grünen Zentrum nicht schlecht aufgestellt. Jetzt müssen wir nur noch die passenden Unternehmen an den Ort holen.“ Koppa hatte sich gegenüber 44 Bewerbern, zuletzt in einem so genannten Assessment-Center gegen zwei männliche Mitbewerber durchgesetzt. „Sie hat die vier Aufgaben bravourös gemeistert und durch ihre Lösungen überzeugt“, zeigt sich Bürgermeister Josef Höß begeistert von Koppa.

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