Vivo Warngau und soziale Einrichtungen stellen „Sammelkiste“ vor

Gebraucht und gut

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Kathrin Bohnert von den Oberlandwerkstätten Miesbach, Manfred Edenhofer vom BRK Miesbach, Günther Stranzinger (Diakonie Rosenheim) und Vivo-Vorstand Thomas Frey demonstrieren, was so alles in die Sammelkiste darf.

Warngau/Landkreis – Aufräumen reinigt die Seele. Doch wohin mit Hausstand, Kleidung und Co.? Der Flomarkt ist eine Möglichkeit. Eine andere, mit der zugleich soziale Einrichtungen unterstützt werden können, wurde am vergangenen Mittwoch bei der Vivo in Warngau vorgestellt: die Sammelkiste.

Unter dem Motto „Gebraucht und gut“ führt die Vivo gemeinsam mit der Diakonie Rosenheim, dem BRK Miesbach und den Oberlandwerkstätten Miesbach die Aktion durch. In speziellen Kartons, die es an den Wertstoffhöfen Bad Wiessee und Miesbach sowie bei der Vivo in Warngau und bei den Oberlandwerkstätten in Miesbach gibt, wird das Gut verstaut. Die Aktion läuft vom 2. bis 31. Mai. Ob nun Bücher, Vorhänge, kleine Elektogeräte, Werkzeuge, CDs oder Spielwaren – alles ist gern gesehen. Nur sauber, unbeschädigt und funktionstüchtig muss es sein. Die Kartons können dann bei den Wertstoffhöfen Miesbach und Bad Wiessee sowie beim Wertstoffzentrum in Warngau abgegeben werden.

 Ist ein Artikel doch mal nicht mehr taufrisch, kommt er in die Miesbacher Oberlandwerkstätten. Hier werden kleine Reparaturen vorgenommen. Eines wollen die Verantwortlichen aber nicht: „Es soll keine billige Müllentsorgung sein“, betonte Thomas Frey, Vorstand des Vivo Kommunalunternehmens Warngau. Das Ziel ist klar: Abfallvermeidung durch Wiederverwertung und Unterstützung sozialer Einrichtungen. Dieser Punkt ist sogar im doppelten Sinne zu verstehen: Die Kartons werden an den BRK-Kleiderladen in Hausham, den Flohmarkt des Werstoffzentrums Warngau und an die Sozialkaufhäuser der Diakonie in Bruckmühl, Rosenheim und Wasserburg weitergegeben. Diese sind „Beschäftigungsbetriebe für Langzeitarbeitslose“, wie Günther Stranzinger von der Diakonie Rosenheim erklärte. „Dort können sie wieder fit werden für den Arbeitsmarkt.“ In den Kaufhäusern werden die Sachen günstig verkauft, für Bedürftige ist nochmal ein Rabatt drin. Ebenso verhält es sich bei den Kleiderläden des BRK. Wer welchen Artikel bekommt, ist im Vorfeld jedoch nicht klar. Die Boxen gehen im Ganzen an die Einrichtungen: „Das sind Überraschungspakete“, brachte es Stranzinger auf den Punkt. Den Erlös dürfen die Einrichtungen behalten, er fließt in soziale Projekte. Wird etwas partout nicht verkauft, nimmt es die Vivo auch wieder zurück und entsorgt es. „Unentgeltlich“, wie Frey betonte.

Wenn die Aktion gut angenommen wird und auch viele verwendungsfähige Dinge zusammengekommen, könnte die Sammlung im Oktober wiederholt und sogar zum Dauerbrenner werden. „Wir wollen erst einmal schauen, welcher Bedarf besteht“, sagte Frey.

Weitere Informationen zur Sammlung gibt‘s bei der Vivo unter Telefon 08024/90380 und per E-Mail an info@vivowarngau.de.  she

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