Neue Schilder

Vogelbrutzeit: Diese Schutzgebiete für Raufußhühner gibt es im Mangfallgebirge

v.l.: Theresa Schöpfer (Schilderkonzept), Engelbert Holzner (Berufsjäger, Forstbetrieb Schliersee), Florian Bossert (Gebietsbetreuer Mangfallgebirge), Elena Weindel (LfU Vogelschutzwarte)
+
Setzen sich für den Schutz der Raufußhühner im Mangfallgebirge ein: (v.l.) Theresa Schöpfer (Schilderkonzept), Engelbert Holzner (Berufsjäger, Forstbetrieb Schliersee), Florian Bossert (Gebietsbetreuer) und Elena Weindel (LfU-Vogelschutzwarte).

Landkreis – Um die gefährdeten Raufußhühner im Mangfallgebirge zu schützen, weisen neue Schilder nun auf deren Brutverhalten aufmerksam.

Das Raufußhuhn ist laut BUND eine von 7.000 vom Aussterben bedrohten Tierarten in Deutschland. Die bekanntesten ihrer Gattung sind das Auerhuhn, das Birkhuhn und das Schneehuhn. Während man vor vielen Jahrzehnten im Mangfallgebirge noch zahlreiche Raufußhühner antreffen konnte, sieht man sie heute meist nur noch in Büchern und auf Bildern. Immer kleiner werdende Rückzugsgebiete haben die Population bedrohlich schrumpfen lassen.

„Wenn die außergewöhnliche Artenvielfalt im Mangfallgebirge erhalten werden soll, müssen Erholungssuchende und Naturgenießer aus Nah und Fern an einem Strang ziehen. Es gilt, die Population zu erhalten und besonders die Reproduktion zu schützen“, teilt das Landratsamt Miesbach mit. „Raufußhühner brauchen ungestörte Brut- und Balzplätze, in denen der Nachwuchs herangezogen werden kann.“ Das Mangfallgebirge als europäisches Vogelschutzgebiet biete die besten Bedingungen für zahlreiche Küken/Biberl.

„Leider stellen Störungen durch den Menschen die größte Bedrohung der Raufußhühner dar“, heißt es weiter. „Die Brutzeit beginnt am 1. April und endet am 15. Juli.“ Das Problem: Die Raufußhühner balzen in den frühen Morgenstunden. Werden die nur zwei Tage im Jahr deckbereiten Paare bei der Balz gestört, wird es in diesem Jahr keinen Nachwuchs geben. Zum Schutz der Tiere stehen an sensiblen Bereichen und Parkplätzen seit diesem Frühjahr Aufklärungsschilder zur Vogelbrutzeit.

Deshalb appelliert das Landratsamt während der Brutzeit vom 1. April bis zum 15. Juli Wege nicht zu verlassen, ruhig zu bleiben, Hunde anzuleinen, ganzjährig keine Drohnen im Vogelschutzgebiet steigen zu lassen, auf Schilder von Balz- und Brutgebieten zu achten sowie ausgewiesene Gebiete zwischen 19 und 7 Uhr nicht zu betreten. Des Weiteren ist Biwakieren und Zelten in der freien Natur, besonders in den Schutzgebieten, verboten. ksl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Miesbach: Katastrophenfall nach 180 Tagen aufgehoben
Corona im Landkreis Miesbach: Katastrophenfall nach 180 Tagen aufgehoben
Großeinsatz auf Baustelle: Granate detoniert in Miesbach
Großeinsatz auf Baustelle: Granate detoniert in Miesbach
Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab

Kommentare