Für die Natur

Volksbegehren Artenvielfalt: Eintragung in den Rathäusern bis 13. Februar

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Gleich am Donnerstagmorgen trug sich Inge Jooß für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein – ebenso wie (v.l.) Manfred Burger, Elisabeth Janner, Hedwig Schmidt, Gerhard Kinshofer, Eva Burger, Claus Fahrer, Astrid Güldner und Thomas Schneider .

Miesbach – „Da war nichts über dem Seehamer See, keine Insekten“, erzählt Gerhard Kinshofer. Die traurige Folge macht der Kreisvorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz gleich mit deutlich: „Die Vögel verhungern.“ Für Kinshofer ist deshalb klar, dass „ein Umdenken passieren muss“. Hoffnung setzt er in das Volksbegehren zur Artenvielfalt, das am Donnerstag startete. Kinshofer war einer der Ersten, die sich im Miesbacher Rathaus eingetragen haben – zusammen mit Stadträten und Naturschützern.

„Es ist schon fünf nach zwölf“, sagte Burger und hofft, dass viele unterschreiben, „damit wir unsere Natur wieder vor zwölf bringen“. Auch Grünen-Bezirksrätin Elisabeth Janner gehört zum Kreis der ersten Unterzeichner, „weil es um unsere Lebensgrundlage geht, so können wir nicht weitermachen“.

Das Volksbegehren trägt den Titel „Rettet die Bienen“, doch es geht um mehr, um Artenvielfalt und Naturschutz. Damit es zum Volksentscheid kommt, müssen rund eine Million Bürger in Bayern sich bis 13. Februar in die Listen in den Rathäusern eintragen. In Miesbach ist das montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, am Montag, Dienstag und Mittwoch zusätzlich von 13 bis 16 Uhr. Außerdem öffnet das Miesbacher Rathaus am heutigen Samstag von 10 bis 12 Uhr und am kommenden Donnerstag von 13 bis 20 Uhr für das Volksbegehren.

Dieses hat im Bauernverband (BBV) keinen Unterstützer gefunden. Im Gegenteil: Der BBV sieht in einem verschärften Naturschutzgesetz „zusätzliche Einschränkungen“ für Landwirte. „Kleine Betriebe würden gewinnen“, ist hingegen Janner überzeugt. Die Biolandwirte der Region würden das Volksbegehren sogar unterstützen, erklärte Grünen-Stadtrat Manfred Burger. Und die geforderte Ökoanbau-Quote von 20 bis 25 Prozent ist im Landkreis ohnehin bereits übertroffen. „Unsere Bauern sind ein Vorbild“, findet Janner. ft

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