Geschichte lebt

58 Jahre nach der Schließung: Bergbauverein Marienstein aus der Taufe gehoben

+
Die Vorstandschaft des neugegründeten Bergbauvereins: (vorne v.l.) Christa Lermer, Rudi Reber, Sieglinde Winklmair und (h.v.l.) Karl Gigl­berger, Christian Klein, Dieter Klein und Hans Winklmair.

Waakirchen – Geschichte und Tradition sollen wieder zum Leben erweckt werden. Deshalb wurde nun der Bergbauverein Marienstein aus der Taufe gehoben.

Knapp 58 Jahre sind seit der Schließung des Bergwerks Marienstein vergangen. Damit die Zeit der Kohleförderung nicht vollends in Vergessenheit gerät, wurde kürzlich ein Bergbauverein ins Leben gerufen. Zur Gründungsversammlung im örtlichen Feuerwehrheim, dessen Räumlichkeiten für den Abend dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden, fanden sich viele interessierte Bürger ein. Zudem waren Knappen aus den ehemaligen Bergwerksorten Peißenberg, Leitzachtal-Hundham, Hausham und Nicklheim (Raubling) sowie Vertreter des Museumsvereins Hausham der Einladung gefolgt.

Die Versammlung im vollbesetzten Saal eröffnete Rudi Reber. Seiner Begrüßungsrede folgte eine Bilderschau, bei der Hans Winklmair, seit zwei Jahren offizieller Archivar der Gemeinde Waakirchen, durch die Geschichte des ehemaligen Bergwerks führte. Danach ging es um die Genehmigung der Vereinssatzung. Wie nicht anders zu erwarten, wurde das Werk einmütig beschlossen, sodass der Bergbauverein Marienstein aus der Taufe gehoben werden konnte.

Als Nächstes stand die Wahl der Vorstandschaft auf der Tagesordnung. Hier fiel die Entscheidung einstimmig auf Reber als Vorsitzenden. Genauso klar sah auch das Wahlergebnis für Sieglinde Winklmair (Zweite Vorsitzende), Dieter Klein (Kassier), Hans Winklmair (Erster Schriftführer), Christa Lermer (Zweite Schriftführerin) und die beiden Revisoren Karl Giglberger und Christian Klein aus. Am Ende der Versammlung wurde es dann noch richtig feierlich: Alle Anwesenden erhoben sich von ihren Plätzen und sangen gemeinsam das Steigerlied.

Aktuell zählt der neugegründete Verein 40 Mitglieder. Als Jahresbeitrag sind 12 Euro angesetzt. „Bei uns sind alle, egal welchen Alters herzlich willkommen“, wirbt die Vorstandschaft. Deren erklärtes Ziel: „Wir wollen die Bergwerks­tradition beleben und aufrechterhalten.“ rei

Auch interessant

Meistgelesen

Er war seit Samstag vermisst: 30-Jähriger wohlbehalten wieder aufgetaucht
Er war seit Samstag vermisst: 30-Jähriger wohlbehalten wieder aufgetaucht
Warum Absolventen der FOS Holzkirchen an ihre Schule zurückkehren
Warum Absolventen der FOS Holzkirchen an ihre Schule zurückkehren
Sie machen Co-Working auch in Holzkirchen möglich
Sie machen Co-Working auch in Holzkirchen möglich
Coronavirus in Oberbayern: Polizei führt fast 21.000 Kontrollen durch
Coronavirus in Oberbayern: Polizei führt fast 21.000 Kontrollen durch

Kommentare