Biolink will umziehen

Mit diesem neuen Standort in Bad Tölz liebäugelt das Waakirchner Unternehmen

Statt grüner Wiese ein neuer Betrieb für Bad Tölz: Das Waakirchner Unternehmen Biolink will gegenüber von Sitec bauen. Im Hintergrund ist das Heizwerk der Stadtwerke zu sehen.
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Statt grüner Wiese ein neuer Betrieb für Bad Tölz: Das Waakirchner Unternehmen Biolink will gegenüber von Sitec bauen. Im Hintergrund ist das Heizwerk der Stadtwerke zu sehen.

Bad Tölz/Waakirchen – Die Biolink GmbH aus Waakirchen will umziehen und plant einen neuen Standort in Bad Tölz.

Ohne große Diskussion ging der Bauantrag für ein Büro- und Produktionsgebäude mit Lager im Bereich am Sitecpark jüngst über die Bühne in der Sitzung des Bad Tölzer Bauausschusses. Die Waakirchner Firma Biolink, die individuelle Klebebandsysteme herstellt, möchte dort bauen. Laut der im Sitzungssaal vorgestellten Architektenskizze handelt es sich um ein umfangreiches Vorhaben.

Die 25.000 Quadratmeter große Wiese südlich des seit Jahren ansässigen Flugzeugzulieferers Sitec Aerospace wurde bereits 2015 als Gewerbegebiet ausgewiesen, damit die bislang in Waakirchen ansässige Firma Biolink nach Bad Tölz umziehen kann. Das Unternehmen aus dem Landkreis Miesbach sehe vor Ort keine ausreichenden Möglichkeiten, sich zu erweitern, und wolle deshalb an den nordöstlichen Ortsrand von Bad Tölz ziehen, wie der damalige Bürgermeister Josef Janker 2015 berichtete. Mehrere Jahre ruhte das Vorhaben, da Biolink 2017 an den französischen Konzern Saint-Gobain verkauft wurde, der nun wohl doch an den ursprünglichen Plänen festhält.

Für die vier zusammenhängenden Gebäude, die nördlich der Lettenholz-Wohnblöcke entstehen sollen, sind 179 Stellplätze nachzuweisen, was in einer Tiefgarage und oberirdisch passiert. Eine direkte Zufahrt zur Bundesstraße B13 ist nicht vorgesehen, nur Fußgänger und Radfahrer können von dort die neue Anlage erreichen. Überhaupt werde sich die Verkehrssituation in diesem Bereich umfassend ändern, da dort die Tölzer Nordumfahrung mit einem großen Kreisverkehr gebaut werden soll, hieß es in der Sitzung. Der Ausschuss stimmte dem Projekt einstimmig zu, sofern noch ein Immissionsschutzgutachten nachgeliefert wird.

Die Firma Biolink stellt unter anderem Klebebandsysteme für die Luftfahrt her. Das benachbarte Unternehmen Sitec Aerospace, das jüngst SAM als neue Marke eingeführt hat, ist ebenfalls Zulieferer für die Luftfahrtindustrie. Dessen Standort an der B13 unmittelbar am Ortseingang aus Richtung Holzkirchen hat einst der damalige Bürgermeister und jetzige Landrat Josef Niedermaier auf ehemaligem Kirchbichler Gemeindegebiet ermöglicht. bo

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