Kommunalwahl 2020

So spannend war die Stichwahl in Waakirchen

Norbert Kerkel wird Waakirchens neuer Bürgermeister. Er setzte sich in der Stichwahl gegen Rudi Reber durch.
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Norbert Kerkel wird Waakirchens neuer Bürgermeister. Er setzte sich in der Stichwahl gegen Rudi Reber durch.

Waakirchen – Nach einer spannenden Stichwahl wird Norbert Kerkel neuer Bürgermeister in Waakirchen. Der FWG-Kandidat hat sich gegen Rudi Reber durchgesetzt.

Norbert Kerkel hat es geschafft: Der 55-Jährige wird Waakirchens neuer Bürgermeister. In der Stichwahl setzte sich der FWG-Kandidat mit 54,3 Prozent gegen Rudi Reber (ABV) durch, der 45,7 Prozent der Stimmen verbuchen konnte. Die Wahlbeteiligung lag mit 74,46 Prozent gleich noch ein Stück weit höher als beim ersten Wahlgang (69,9 Prozent).

Nach einem großen Nervenkitzel konnte Kerkel am Ende des Wahlabends – das Ergebnis stand kurz nach 20 Uhr fest – erleichtert aufatmen. Kein Wunder: Laut der ersten beiden Schnellmeldungen bestimmte nämlich Reber (58) das Rennen für sich. Doch auf der letzten Etappe konnte Kerkel zulegen und schließlich als Erster die Ziellinie passieren. Dabei war es der Rückhalt seines Heimatortes, der dem Schaftlacher zum Sieg verhalf. Insgesamt erhielt er 1.842 Stimmen, Reber 1.550.

„Es war ein sehr spannender Wahlabend, der von Anfang an die Nerven strapazierte“, meinte Kerkel. Sich darüber bewusst, dass ihn nun eine aufregende Zeit als Bürgermeister erwartet, verkündete der Mittfünfziger: „Ich freue mich auf meine neue Tätigkeit und möchte mit den Bürgern die Zukunft gestalten.“

Als langjähriges Mitglied der FWG-Fraktion im Waakirchner Gemeinderat, als Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft im Landkreis Miesbach und als Fraktionsvorsitzender im Kreistag hat der Diplom-Informatiker bereits viele Erfahrungen gesammelt. Im neu gewählten Gemeinderat rückt jetzt für Kerkel, der sich im ersten Wahlgang ein Mandat geholt hatte, Zimmerer Anton Wirk­ner nach.

Dass er sich beim Rennen um den Rathaussessel nicht durchsetzen konnte, trägt Rudi Reber mit Fassung: „Ich kann mit der Situation gut umgehen“, sagte er. Sein persönliches Ziel, in die Stichwahl zu kommen, habe er erreicht. Auf die Corona-Situation angesprochen, sieht Reber, der wieder dem neuen Gemeinderat angehören wird, die Krise als riesige Herausforderung. Sein Appell: „Wir müssen alle miteinander an einem Strang ziehen.“

Noch-Bürgermeister Sepp Hartl, der ebenfalls im Rathaus das Wahlergebnis abgewartet hatte, freut sich, dass mit Kerkel sein Wunsch-Nachfolger das Zepter übernimmt. Hartl zeigte sich davon überzeugt, dass Kerkel und Reber gut zusammenarbeiten werden. „Gerade in dieser schweren Zeit ist das besonders wichtig“, merkte Hartl an. rei

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