Kommunalwahl 2020

Gemeinde-Geschäftsleiter Markus Liebl will Bürgermeister werden

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Nominierung bei der CSU Waakirchen-Schaftlach: Bürgermeisterkandidat Markus Liebl (vorne, Mitte) mit einem Großteil der Gemeinderatskandidaten.

Waakirchen – Der Geschäftsleiter der Gemeinde setzte sich mit einem klaren Ergebnis gegen den CSU-Ortsvorsitzenden Alfred Finger (52) durch.

Eine erste Wahl hat Markus Liebl bereits gewonnen: Die CSU Waakirchen-Schaftlach kürte den 54-Jährigen vor Kurzem zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Dabei setzte sich der Geschäftsleiter der Gemeinde mit einem klaren Ergebnis gegen den CSU-Ortsvorsitzenden Alfred Finger (52) durch.

Mit 34 Mitgliedern und einer stattlichen Anzahl von Begleitern ohne Parteibuch war der Gastraum des Waakirchner Christlwirts gut gefüllt. „Ich bin sehr stolz auf unseren Ortsverband“, verkündete Wahlleiter Josef Bichler mit zufriedenem Blick in die Runde. Man dürfe sich glücklich schätzen, zwei Kandidaten zu haben, die sich für das anspruchsvolle Amt des Bürgermeisters bewerben, meinte Bichler.

Nach alphabetischer Reihenfolge stellte sich zuerst Alfred Finger, CSU-Ortsvorsitzender und Gemeinderat vor, der gegen Markus Liebl, aktuell Geschäftsleiter der Gemeinde Waakirchen, antrat. Am Ende holte der Verwaltungsprofi Liebl 28 Stimmen und setzte sich damit deutlich gegen den gelernten Landwirt und Berufskraftfahrer Finger durch.

Die Kandidaten:

Erwin Welzmiller, Christine Weindl, Robert Englmann, Alfred Finger, Martin Weindl, Alexander Mayr, Gitta Reiter, Georg Noha, Klaus Nottensteiner, Georg Schwaighofer, Bettina Kienzer, Martin Englmann, Tobias Walter, Michael Bauer, Sonja Still, Florian Deml, Katharina Gruber, Florian Grieblinger, Josef Frauenrieder und Peter Schletzbaum. Ersatzkandidaten sind Monika Finger und Anton Kirchberger.

„Ein Bürgermeister ist nicht nur Repräsentant nach außen, sondern muss auch leiten können“, sagte Liebl. Seit 1991 im Waakirchner Rathaus tätig, fühlt sich der Verwaltungsrat für das Amt des Bürgermeisters bereit. In der Vergangenheit habe er oftmals Ungeschicklichkeiten erkennen, aber leider nicht verhindern können, „weil so mancher Rat nicht gehört wurde“, ließ Liebl verlauten. Ihm sei es vor allem wichtig, „keine vorschnellen Zusagen zu machen“, um nicht am Ende zurückrudern zu müssen. Auch gelte es, mal unangenehme Wahrheiten auszusprechen, fuhr Liebl fort, der sich als Mann der klaren und direkten Aussprache sieht. Seit nunmehr zwei Jahren trage er sich mit dem Gedanken, als Bürgermeister zu kandidieren. Mit seiner Familie in Riedern lebend, betreibt Liebl im Nebenerwerb eine Landwirtschaft und spielt in seiner Freizeit gerne Schafkopf und Fußball. Dem CSU-Ortsverband gehört er seit 1993 an und wirkt dort seit rund 20 Jahren in der Vorstandschaft als Schriftführer.

In seiner Bewerbungsrede brachte Liebl als erstes Thema die Ortsumgehung – „Ich bin nicht für eine billige Südumfahrungstrasse zu haben“ – aufs Tapet, bevor er sich den Bereichen Ortszentrum, Wohnungsbau, Erhalt der dörflichen Strukturen und Vereinsheim widmete. Zum deutlichen Wahlergebnis gratulierte ihm Finger mit einem Händedruck. Der Mariensteiner Familienvater kandidiert wieder als Gemeinderat und steht auf Platz vier der Liste. Diese – angeführt von Erwin Welzmiller – wurde einstimmig abgesegnet. rei

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