Ziel: Nächstenliebe

Firmlinge sammeln bei Projekt in Waakirchen für Bedürftige

Die Teilnehmer haben etwa nachempfunden, wie sich ein Blinder beim Einkaufen fühlt.
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Die Teilnehmer haben etwa nachempfunden, wie sich ein Blinder beim Einkaufen fühlt.

Waakirchen – Mit einem Projekt können 50 Firmlinge in Waakirchen "Nächstenliebe hautnah erleben". Und auch Landratskandidatin Gisela Hölscher hat sich für die Wahl etwas Besonderes einfallen lassen.

50 Firmlinge trafen sich jüngst im Pfarrheim Waakirchen, um sich einer besonderen Selbsterfahrung zu unterziehen. Mit Rollstühlen, Sammelbüchsen, Blindenstöcken und einem Alterssimulationsanzug begaben sie sich in Alltagssituationen, die sie erst mal ohne Hilfe meistern mussten. Innerhalb kurzer Zeit bekamen die Teilnehmer einen Eindruck davon, mit welchen Situationen behinderte Menschen im Alltag zurechtkommen müssen.

Überwältigt waren die Jugendlichen von der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung. So konnten die jungen Leute zahlreiche Körbe gefüllt mit Nudeln und Dosen der Gmunder Tafel übergeben. Besonders bewegt waren einige Firmlinge, als sie bei der Lebensmittelsammlung einen älteren Mann zu Hause antrafen, der gerne gespendet hätte, aber selber gerade in einer Notlage war. Die jungen Leute zögerten nicht lange und brachten dem Mann eine Auswahl der gerade gesammelten Lebensmittel vorbei.

Etwa 50 Firmlinge haben in Waakirchen an dem Projekt zur Nächstenliebe teilgenommen.

„Damit hatten die Jugendlichen genau den Geist ergriffen, den dieses Projekt erzielen soll“, erklärt Jürgen Batek, Jugendreferent der katholischen Jugendstelle in Miesbach. „Nämlich, dass die Not oftmals verborgen bereits in der Nachbarschaft und im eigenen Ort beginnt und es nicht viel braucht, Not zu lindern.“ Ein tolles Beispiel, das Schule machen sollte, findet er. Nächste Station für das Projekt ist Schliersee, wo 80 Firmlinge ebenfalls ein Beispiel für tätige Nächstenliebe geben werden. Auch in Otterfing haben Firmlinge bereits Nächstenliebe praktiziert.

Landratskandidatin Gisela Hölscher hat Flyer zur Wahl in Blindenschrift und einfacher Sprache übersetzen lassen.

Ein weiteres Beispiel für Nächstenliebe ist Landratskandidatin Gisela Hölscher. Sie hat die Flyer der Freien Wähler zur Kommunalwahl in Braille-Schrift für Sehbehinderte und der sogenannten leichten Sprache anfertigen lassen. „Beim Thema Inklusion ist in unserem Landkreis noch viel Luft nach oben“, sagt sie. „Als Senioren- und Behindertenbeauftragte von Waakirchen möchte ich zur Kommunalwahl ein Zeichen setzen.“ Bestellt werden können die Flyer unter Telefon 0151/12186630 und per E-Mail an gisela.hoelscher@fw-liste3.de. ksl

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