Unerwartete Ausgaben

Schneekatastrophe schlägt zu Buche – Waakirchen muss nachzahlen

Waakirchens neuer Kämmerer Michael Moosmair.
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Waakirchens neuer Kämmerer Michael Moosmair.

Waakirchen – Unerwartete Ausgaben zwingen die Gemeinde Waakirchen zu einem Nachtragshaushalt. Vor allem die Schneekatastrophe Anfang 2019 schlägt zu Buche.

Der Verwaltungshaushalt steigt von 12,03 Millionen Euro auf 12,38 Millionen Euro, stattdessen reduziert sich der Vermögenshaushalt um gut eine Million auf nunmehr 5,2 Millionen Euro. Diese erheblichen Änderungen gegenüber den bisherigen Ansätzen machen in Waakirchen einen Nachtragshaushalt für 2019 erforderlich. Letzterer wurde jüngst bei der Gemeinderatssitzung vorgestellt und einmütig verabschiedet.

Kämmerer Michael Moosmair habe die Mehrungen und Minderungen dem Finanzausschuss plausibel erklären können, stellte Ausschusssprecher Norbert Kerkel (FWG) fest. Hohe Mehrkosten habe vor allem die Schneekatastrophe verursacht. Außerdem habe der Gemeinderat Entscheidungen wie den Kauf von Kleidung für die Feuerwehr getroffen.

„Die außer- und überplanmäßigen Ausgaben des Verwaltungshaushalts, verursacht durch unvorhergesehene Ereignisse, konnten durch entsprechende Mehreinnahmen nahezu kompensiert werden“, zeigte Moosmair am Sitzungsabend auf. Vor allem bei den Gemeindesteuern seien Mehreinnahmen bei der Zweitwohnungssteuer, der Grund­erwerbssteuer sowie den Schlüsselzuweisungen zu erwarten. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt bezifferte Waakirchens neuer Kämmerer mit nunmehr 1,44 Millionen Euro.

„Im Vermögenshaushalt ergeben sich bei einigen Haushaltsstellen geringfügige Mehrausgaben. Im Gegenzug können diverse, Anfang des Jahres geplante Ansätze deutlich reduziert werden“, erklärte Moosmair und fuhr fort: „Ursprünglich geplante Baumaßnahmen wurden noch nicht realisiert und staatliche Zuwendungen konnten noch nicht abgerufen werden.“ Die Zuführung zur allgemeinen Rücklage reduziere sich von ursprünglich geplanten 236.790 Euro auf 110.690 Euro, der Gesamthaushalt mindere sich gegenüber der bisherigen Planung um 695.800 Euro.

Was die Steuereinnahmen angeht, liegen diese auch 2019 wieder auf einem hohen Niveau. Moosmair: „Vor allem bei der Beteiligung an Lohn- und Einkommensteuer ist weiterhin mit einem guten Ergebnis zu rechnen.“ rei

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