„Schönste Zeit in meinem Leben“

Waakirchens Bürgermeister blickt auf seine Amtszeit zurück

Noch-Bürgermeister Sepp Hartl fällt der Abschied nach zwölfjähriger Amtszeit nicht leicht.
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Noch-Bürgermeister Sepp Hartl fällt der Abschied nach zwölfjähriger Amtszeit nicht leicht.

Waakirchen – Zwölf Jahre hat Sepp Hartl sich an vorderster Stelle um die Belange Waakirchens gekümmert. Für ihn die „schönste Zeit in meinem Leben“.

Seit 2008 leitet Sepp Hartl die Geschicke der heute knapp 5.900 Einwohner zählenden Gemeinde Waakirchen. Von einer erneuten Kandidatur bei der Kommunalwahl im März sah er ab. Vor dem Ende seiner Amtszeit blickt der Noch-Bürgermeister auf die vergangenen zwölf Jahre zurück. Dabei liegt ihm am Herzen, die gute Zusammenarbeit mit den Bürgern und Gemeinderäten gebührend zu würdigen. Ebenso gilt Hartls großes Lob den Mitarbeitern von Verwaltung und Bauhof.

Dass ihm der Abschied vom Chefsessel im Rathaus nicht leicht fällt, daraus macht Hartl, der den Beruf des Bürgermeisters von Anfang an als Berufung sah, keinen Hehl. „Für mich war es die schönste Zeit in meinem Leben“, betont der 66-Jährige. Mit Freude berichtet er über eine stetige Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in seiner Heimatgemeinde und verweist dabei auf die beachtlichen Steuereinnahmen der vergangenen Jahre.

Dank dieser sei es möglich gewesen, stattliche Investitionspakete zu schnüren und zu realisieren. Unter anderem nennt Hartl den Krippenanbau und Kindergartenneubau in Schaftlach, die Errichtung des Trinkwasserhochbehälters in Marienstein, die Ortsverbindungsstraße von Waakirchen nach Schaftlach, den Bau des Kreisverkehres in Hauserdörfl sowie die Erweiterung beziehungsweise Ausweisung der Gewerbegebiete am Waakirchner Brunnenweg und in Krottenthal. Zudem verweist der scheidende Rathauschef auf die beiden errichteten Gemeindehäuser an der Schaftlacher Buchkogelstraße, die Verschönerung des Löwen-Denkmals und den Erwerb des Bäckervoitl-Anwesens und ehemaligen Bahnhauses.

„Ferner haben wir im Rahmen des Einheimischenprogramms Wohnraum für junge Familien geschaffen“, zählt Hartl weiter auf und bringt auch die Sanierung der Turnhalle, die Renaturierung des Schaftlacher Weihers, die Ertüchtigung des Rathauses sowie die Renovierung und Erneuerung der Leichenhäuser in Waakirchen und Schaftlach aufs Tapet. „Trotz großer Investitionen konnten die Schulden immer weiter abgebaut werden“, zieht Hartl positive Bilanz.

Seinem Nachfolger Norbert Kerkel (FWG), der sich in der Stichwahl gegen Rudi Reber (ABV) behaupten konnte, wünscht er „viel Kraft und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Gemeinderatsmitgliedern“. Gerade in dieser schweren Zeit der Corona-Krise seien Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen wichtiger denn je.

Langweilig wird es Hartl in Zukunft bestimmt nicht werden. „Ruhe gebe ich noch nicht, will es aber ruhiger angehen“, verkündet er und freut sich darauf, nun mehr Zeit für Familie, Hund und Jagd zu haben. „Außerdem bin ich Mitglied im Kreis- und Bezirkstag“, merkt der künftige Unruheständler an und bedankt sich bei all den Wählern, die ihm ihr Vertrauen geschenkt haben. rei

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