Erinnerung aufrechterhalten

Deshalb gründet sich am Donnerstag der Bergbauverein Marienstein

Ein Stück Bergwerksgeschichte: Der Hunt am Dorfplatz wurde bei der Barbarafeier im Dezember 2009 feierlich eingeweiht.
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Ein Stück Bergwerksgeschichte: Der Hunt am Dorfplatz wurde bei der Barbarafeier im Dezember 2009 feierlich eingeweiht.

Waakirchen – Um die Erinnerung an die Vergangenheit aufrechtzuerhalten, gründet sich am Donnerstag der Bergbauverein Marienstein.

Es war 1962, als im Bergwerk Marienstein die letzte Schicht gefahren wurde. Um die Erinnerung an die Zeit der Kohleförderung zu bewahren, wird jetzt ein Bergbauverein aus der Taufe gehoben. Die Gründungsversammlung findet am Donnerstag (6. Februar) im örtlichen Feuerwehrheim statt.

Den Stein ins Rollen gebracht hat der Mariensteiner Hans Winklmair. Dem geschichtsbegeisterten und leidenschaftlichen Sammler ist schon seit vielen Jahren das Sortieren und Erfassen von altem Schriftgut und Bildmaterial eine Herzensangelegenheit. Seit zwei Jahren offizieller Archivar der Gemeinde Waakirchen hat sich Winklmair auf die Fahnen geschrieben, Vergangenes neu zu entdecken und für die Nachwelt zu sichern. Sein größter Wunsch: ein kommunales Bergwerk- und Heimatmuseum.

Damit die Geschichte um den Mariensteiner Bergbau nicht vollends in Vergessenheit gerät, ruft nun Winklmair gemeinsam mit Ehefrau Sieglinde und Rudi Reber zur Gründung eines Bergbauvereins auf. „Wir wollen die Bergwerkstradition beleben und aufrechterhalten“, erklären die Initiatoren. Zweck des gemeinnützigen Vereins sei es auch, die Jugendarbeit der Knappenkapelle zu fördern. Außerdem gehe es um die Pflege der Denkmäler des Kohlebergwerks sowie des Kalk- und Zementwerks Marienstein, ebenso wie um die Teilnahme an traditionellen Veranstaltungen der Bergbauvereine entlang der oberbayerischen Kohlenstraße.

Die Gründungsversammlung – Beginn ist um 19.30 Uhr – wird Hans Winklmair mit einer kurzen Bilderschau einläuten. rei

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