Wandern mit Auszeichnung

Dass der Wanderweg entlang der Leitzach schön ist, wissen viele. Nun wird er zum Premiumwanderweg ernannt – was noch mehr Wanderer anlocken soll. Foto: Klotz

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TOM KLOTZ, Fischbachau – Die Gemeinde Fischbachau hat derzeit die Wanderer im Fokus. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden einige Projekte auf den Weg gebracht. So beschloss das Gremium neben der Errichtung eines Themenweges (wir haben berichtet), dass ein zertifizierter Premiumwanderweg geschaffen und eine neue Wanderkarte erstellt werden soll. Ziel ist eine besondere Bewerbung des Wanderweges entlang der Leitzach durch die Alpenregion Tegernsee-Schliersee. Er weist nämlich einige Eigenschaften auf, die für eine Zertifizierung durch das Wanderinstitut „ProjektPartner Wandern“ Voraussetzung sind. Unter anderem darf der asphaltierte Weganteil nicht mehr als 15 Prozent betragen, mindestens 35 Prozent der Strecke müssen naturbelassen sein und es muss sich um einen geschlossenen Rundwanderweg handeln. Ebendiese Kriterien erfüllt der von Steffi Stiller konzipierte, etwa 13 Kilometer lange Wanderweg, der vom Kloster über Lehenpoint, an der Leitzach entlang, über Untergeschwendt, Kirchstiegl und Birkenstein führt. Für die Kommune entstehen wohl kaum zusätzliche Kosten, weil der Weg bereits nahezu vollständig existiert. Lediglich die Unterhaltsmaßnahmen muss die Gemeinde Fischbachau schultern. Das wäre allerdings auch ohne das Prädikat vonnöten. Nicht zuletzt deswegen stimmte das Gremium einstimmig dafür. Georg Göttfried (Freie aktive Bürger) erklärte die Entscheidung: „Das ist das Geld, das am besten ausgegeben ist. Denn damit können wir punkten.“ Punkten wollen die Fischbachauer auch mit einer neuen Wanderkarte. Bislang wurden den Touristen oft nur DinA4-Blätter in die Hand gedrückt. Das wird sich ab dem kommenden Frühjahr ändern. Ein 24-seitiger Wanderführer soll einen geschichtlichen Überblick bieten, beliebte Wanderwege in und um Fischbachau aufzeigen und Restaurants und Cafés auflisten. Die Gemeinde Bayrischzell hatte eine solche Karte schon vor geraumer Zeit anfertigen lassen und Gefallen im Tourismusbeirat und unter den Gemeinderäten gefunden. „Ich find’s gut, weil’s übersichtlich einen Überblick gibt“, sagte der zweite Bürgermeister Christoph Ernst (CSU) in der Gremiumssitzung. Die Auflage soll 10.000 Stück betragen. Die Kosten in Höhe von 5510 Euro übernimmt die Gemeinde.

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