Was blüht denn da?

AELF Holzkirchen informiert Landwirte über artenreiches Grünland

Elisabeth Kitzeder (l.) erklärt den Teilnehmern die wichtigsten Merkmale der Pflanzen.
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Elisabeth Kitzeder (l.) erklärt den Teilnehmern die wichtigsten Merkmale der Pflanzen.

Landkreis – Unter dem Motto "Was blüht denn da?" hat das AELF Holzkirchen jüngst Landwirte über artenreiches Grünland informiert.

Um die verschiedenen Arten des Grünlands sicher zu bestimmen, hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen vor Kurzem eine Schulung über die Kennarten von artenreichem Grünland veranstaltet.

Wiesenpippau, Ferkelkraut oder doch Habichtskraut? Es ist nicht leicht, die verschiedenen Grünlandarten zu erkennen. Deshalb wurden im Rahmen einer Schulung des Landwirtschaftsamtes Holzkirchen die wichtigsten Kenn­arten für artenreiches Grünland vorgestellt und gemeinsam bestimmt. Das bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap) ist der Überbegriff für Agrarumweltmaßnahmen, an denen Landwirte freiwillig teilnehmen können. So erhalten jene, die zum Beispiel ihre Wiesen besonders spät mähen, einen Erschwernisausgleich für die extensivere Bewirtschaftung.

Artenreiche Wiesen sind der Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Insekten. Gleichzeitig sind genau diese Flächen in den vergangenen Jahrzehnten stark rückläufig. Genau da setzt das Kulturlandschaftsprogramm „B40“ an, womit Landwirte gefördert werden, die durch ihre Bewirtschaftungsweise besonders artenreiche Grünlandbestände etabliert haben. Das Besondere am „Kulap B40“ ist, dass keine einschränkenden Maßnahmen bei der Bewirtschaftung oder starre Schnitttermine gefordert werden, sondern das Ergebnis entscheidend ist. Um am Programm teilzunehmen müssen im Grünlandbestand mindestens vier Kennarten für artenreiches Grünland verteilt sein.

„Kennarten für artenreiches Grünland sind zum Beispiel die Margerite, die Glockenblume, Skabiosen oder der Wiesenpippau“, erklärt Elisabeth Kitzeder vom AELF Holzkirchen, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Stefan Mayer durch das Programm führte. In kleinen Gruppen erhielten die Schulungsteilnehmer zunächst Informationen zum B40-Programm sowie zu Möglichkeiten, Wiesen mit Arten anzureichern.

Barbara Krogoll vom Landschaftspflegeverband stellte darüber hinaus ausführlich die Kenn­arten für artenreiches Grünland vor. Bei der anschließenden Exkursion zu artenreichen Grünlandbeständen im Gemeindegebiet von Warngau konnten die Landwirte dann sogleich ihre Artenkenntnis testen und Erfahrungen austauschen. ksl

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