Odyssee für zweijährigen Mischlingsrüden

Luigi 500 Kilometer auf Abwegen: Happy-End für entlaufenen Hund aus Warngau

Bella Ragazza (l.) und Luigi
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Fürs Familienfoto posieren Bella Ragazza (l.) und Luigi aus Warngau.

Warngau – Im Januar ist Hund Luigi aus Warngau ausgebüxt. Nach kilometerlanger Odyssee konnte sein Besitzer ihn nun wieder in die Arme schließen.

Ausgebüxt und eingefangen: Nach wochenlanger Suche konnte Luigi von seinem überaus glücklichen Halter nach Hause geholt werden. Der zweijährige Mischlingsrüde des Warngauers Jürgen Meißner war am 14. Januar entlaufen. Insgesamt muss das extrem scheue Tier wohl um die 500 Kilometer unterwegs gewesen sein, ehe es am 8. März in Österreich nahe Zell am See gesichert wurde.

„Ich habe nie daran gezweifelt, dass mein Luigi wiedergefunden wird. Er ist ein bewundernswerter Hund“, sagt Jürgen Meißner. Der schoko-braune Rüde mit den langen Ohren und treu blickenden Augen hat trotz seines jungen Alters schon jede Menge erlebt. Meißner erzählt: „Luigi stammt aus Sardinien und hat sein erstes Lebensjahr in freier Natur verbracht. Danach kam er ins Tierheim. Sein Zuhause bei mir in Warngau hat er kurz vor Weihnachten bezogen. Auf einem Spaziergang ist es dann passiert, dass sich Luigi von der Leine losgerissen hat. Ich bin ihm nachgelaufen – leider vergebens.“

Von Mühldorf am Inn bis Zell am See

Jürgen Meißner hat danach nichts unversucht gelassen, den kleinen Ausreißer ausfindig zu machen. Er schaltete Anzeigen, verteilte Handzettel, kommunizierte über die sozialen Medien und holte sich Hilfe beim Hundespezialisten Andreas Fuld aus Schäftlarn. Unterstützung erfuhr der Warngauer auch von der Tierschutzorganisation Tasso und dem Suchhundezentrum K-9.

„Viele Menschen haben Anteil genommen. Es sind zahlreiche Meldungen bei mir eingegangen“, hebt Jürgen Meißner hervor. Luigi, der Wahnsinnskämpfer, sei auf seiner langen Wegstrecke immer wieder an verschiedenen Orten gesehen und erkannt worden – unter anderem in Mühldorf am Inn und zuletzt stark heulend und jaulend in Bruck nahe Zell am See.

Neue Freundin namens Bella Ragazza

Dort habe ihn eine K-9-Mitarbeiterin zwei Stunden angelockt und schließlich gesichert. „Das war ein Riesenglück“, freut sich Meißner, der seinen geliebten Vierbeiner sofort abholte. „Er war abgemagert, hat sich aber inzwischen schon wieder etwas Speck angefuttert“, berichtet Jürgen Meißner.

Luigi trage nun einen GPS-Sender und habe auch eine Freundin namens Bella Ragazza – auf Deutsch „schönes Mädchen“. Sie helfe ihm sehr dabei, sich wieder zu Hause zu fühlen. „Die beiden verstehen sich hervorragend“, resümiert Jürgen Meißner. rei

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