Kommunalwahl 2020

Drei Männer und eine Frau wollen Bürgermeister in Warngau werden

Amtsinhaber Klaus Thurnhuber (FWG, v.l.), Leonhard Obermüller (CSU), Andrea Anderssohn (Bündnis 90/Die Grünen) und Hans Gillhuber (Draxlhamer Liste) wollen in Warngau Bürgermeister werden.
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Amtsinhaber Klaus Thurnhuber (FWG, v.l.), Leonhard Obermüller (CSU), Andrea Anderssohn (Bündnis 90/Die Grünen) und Hans Gillhuber (Draxlhamer Liste) wollen in Warngau Bürgermeister werden.

Warngau – Klaus Thurnhuber (FWG) wurde bereits als potenzieller Landratskandidat gehandelt. Nun plant er seine dritte Amtszeit als Bürgermeister. Die CSU schickt Leonhard Obermüller ins Rennen, die Grünen Andrea Anderssohn und die Draxlhamer Liste Hans Gillhuber.

Lange Zeit war unklar, ob Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) wieder zur Wahl antreten kann. Neben ihm wollen nun Leonhard Obermüller (CSU), Andrea Anderssohn (Bündnis 90/Die Grünen) und Hans Gillhuber (Draxlhamer Liste) Rathauschef werden.

FWG: Klaus Thurnhuber

Was zeichnet Sie aus, um erneut Bürgermeister zu werden?

Dreißig Jahre kommunalpolitische Erfahrung, davon zwölf Jahre als Bürgermeister. In dieser Zeit wurde die Tieferlegung der Bundesstraße 318 umgesetzt, eine klimafreundliche Energieversorgung mit Wärmelieferung in öffentlichen Gebäude und derzeit sechs privaten Haushalten inklusive Stromerzeugung wurde realisiert. Die Kinderbetreuung wurde ständig an den Bedarf angepasst.

Wie sehen Ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie wieder gewählt werden?

Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist ein zentrales Anliegen von mir. Hier sollte über die verschiedensten Möglichkeiten – um auch Geringverdiener zu unterstützen – nachgedacht werden. Bestehende Bebauungspläne überprüfen wir derzeit, um mehr Wohnraum zu schaffen. Auch Ausbauten von Dachgeschossen werden unterstützt.

Warngau als Gemeinde hat viel freie Fläche. Wie lässt sich dieses Potenzial nutzen?

Eine Erweiterung unserer örtlichen Betriebe ist am bestehenden Standort nicht immer möglich, doch die Arbeitsplätze sollen erhalten werden und die Betriebsentwicklung in der Gemeinde möglich bleiben. Ganz ohne Flächeninanspruchnahme wird es nicht gehen. Wohnortnahe Arbeitsplätze sind ein besagtes Ziel, um mehr Lebensqualität zu bekommen.

Für Holzkirchen ist eine Südumfahrung im Gespräch. Welche Rolle sollte Warngau dabei spielen?

Die Stellungnahme der Gemeinde Warngau, die Südumgehung auf Holzkirchner Flur zu bauen, bleibt aufrecht.

CSU: Leonhard Obermüller

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeister zu werden?

Meine jahrelange politische Erfahrung, umfassende Vernetzung in Gesellschaft und Politik, meine Fähigkeiten in Organisation und Kommunikation, mein breit gefächerter beruflicher Hintergrund, Ehrlichkeit, Empathie, Anstand und Teamgeist – und vor allem meine Freude am Umgang mit Menschen, meine Motivation zur Bewältigung neuer Herausforderungen und meine tiefe Verwurzelung in unserer Gemeinde.

Wie sehen Ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Wichtig ist die Schaffung von Wohnraum für Einheimische, möglichst in bestehender Bebauung, um Flächen zu sparen. Zusätzlich kann die Gemeinde Projekte wie Mehrgenerationenhäuser umsetzen. Kinderbetreuung muss zukunftsfähig, bedarfsgerecht und flexibel ausgebaut werden. Im neuen Gewerbegebiet sollen sich heimische Firmen ansiedeln und wohnortnahe Arbeitsplätze schaffen. Den Ausbau von Geh- und Radwegen will ich vorantreiben. Mit den Bürgern möchte ich kommunizieren, sie informieren, in Projekte einbinden und das große Potenzial aus der Bürgerschaft zum Wohle aller nutzen.

Warngau als Gemeinde hat viel freie Fläche. Wie lässt sich dieses Potenzial nutzen?

Unsere Landwirte brauchen Flächen als Futtergrundlage und bewirtschaften sie naturnah. Flächenverbrauch muss eingedämmt und immer mit dem Nutzen einer Bebauung abgewogen werden.

Für Holzkirchen ist eine Südumfahrung im Gespräch. Welche Rolle sollte Warngau dabei spielen?

Wir lehnen eine Trasse auf Warngauer Flur klar ab.

Bündnis 90/Die Grünen: Andrea Anderssohn

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeisterin zu werden?

Mein Interesse für Menschen. Ich bin auch beruflich sehr nahe am Menschen orientiert und bringe gerne Menschen zusammen und diesbezüglich Ideen in Bewegung. Verantwortungsbewusstsein, Verbindlichkeit, Teamfähigkeit, Organisation und unaufgeregtes, lösungsorientiertes Handeln sind meine Stärken.

Wie sehen Ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Ortsentwicklung mit Augenmaß, das heißt in einem, unseren finanziellen Möglichkeiten angepassten Tempo, damit wir betreffend der parallel zu schaffenden Infrastruktur von der Rolle der Reakteure in die Rolle der Akteure wechseln. Weitere Themen sind Kinderbetreuung und Verkehrssicherheit.

Warngau als Gemeinde hat viel freie Fläche. Wie lässt sich dieses Potenzial nutzen?

So weit es geht in Flächenerhalt, um den Charakter unserer liebenswerten Ortschaft und Landschaft zu erhalten. Unsere kleinteilige Landwirtschaft soll weiterhin unser Ortsbild darstellen. Natürlich werden wir in gemäßigtem Tempo die Fläche neben unserem Gewerbegebiet nutzen, aber ich sehe da keinen Grund zur Eile.

Für Holzkirchen ist eine Südumfahrung im Gespräch. Welche Rolle sollte Warngau dabei spielen?

Ich halte die Idee einer Südumfahrung für nicht zielführend. Der Warngauer Gemeinderat hat diesbezüglich einstimmig dagegen gestimmt. Der Ausbau des Schienenverkehrs ist in meinen Augen die einzige sinnvolle Lösung, die Pendler viel früher abzufangen und somit den Verkehr zu reduzieren, anstatt ihn und damit das Problem umzuleiten.

Draxlhamer Liste: Hans Gillhuber

Was zeichnet Sie aus, um Bürgermeister zu werden?

Ich musste situationsbedingt bereits ab meinem 14. Lebensjahr eigenständig Entscheidungen treffen. Dadurch habe ich gelernt, problemlösend sowie pragmatisch orientiert zu arbeiten und kann Vorgänge gut organisieren.

Wie sehen Ihre Hauptziele aus, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Bezahlbaren Wohnraum schaffen, Kindergarten und Hort erweitern, zukunftsorientiert Räume schaffen, vernetzte Fahrradwege, zum Beispiel in Richtung Sportplatz, energieautarke Ortsteile sowie kommunale Ausschreibungen stärker regionalisieren.

Warngau als Gemeinde hat viel freie Fläche. Wie lässt sich dieses Potenzial nutzen?

Als Erstes leer stehende Gebäude nutzen und erweitern, für Einheimische vor Ort Baumöglichkeiten schaffen, die Altverträge über Wasserverbrauch unseres Taubenbergwassers mit der Stadt München gehören überarbeitet sowie Wasserverbände erhalten und unterstützen.

Für Holzkirchen ist eine Südumfahrung im Gespräch. Welche Rolle sollte Warngau dabei spielen?

Holzkirchen sollte die Südumfahrung auf seinen Flurflächen planen.

Gespräche: ksl

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